Wie Sie Herausforderungen meistern

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Vielleicht haben Sie sich schon einmal in einer Situation befunden, in der Sie sich im Vergleich zu der Herausforderung vor Ihnen sehr klein und unbedeutend gefühlt haben. Ähnlich einem Kletterer an der Steilwand wirken manche bevorstehende Probleme mitunter überwältigend.

In einer solchen Situation hilft es, bewusst einen Schritt zurück zu tun, die Situation in Ruhe zu reflektieren und sich die Alternativen anzuschauen, die vorhanden sind.
Die ALPEN-Formel kann Ihnen hierbei helfen.

Analysieren Sie: Ihre Situation
Überlegen Sie sich einen hilfreichen Ansatz, um Ihre Situation in Ruhe zu analysieren. Gehen Sie eher rational vor. Eine Analyse umfasst in der Regel die Schritte Thema benennen > Problem beschreiben > Ursachenanalyse > alternative Lösungen finden. Insbesondere wenn die Herausforderung für Sie eine sehr emotionale Seite hat, ist es wichtig, tief durchzuatmen und eine überlegte Analyse zu beginnen (bedenken Sie, in starken Gefühlszuständen machen Menschen mitunter grobe Fehler).

Ein Freund von mir hatte mal den Eindruck, er würde – insbesondere finanziell – nicht das bekommen, was er verdiente. Als er dann das Business Model Canvas (https://en.wikipedia.org/wiki/Business_Model_Canvas) nutzte, erkannte er, dass seine bisherige Marktstrategie nicht ausreichte, um genug zu verdienen, Wohlstand genießen und investieren zu können. Als Konsequenz machte er einige Anpassungen in seinen Jobaktivititäten, wählte andere Kundensegmente aus, in denen er künftig tätig sein wollte und veränderte das Bezahlmodell für seine Kunden. Heutzutage nehme ich ihn als erfolgreichen Geschäftsmann wahr, der eine exzellente Reputation im Markt hat und ein substanzielles Einkommen.

Literatur: Lesen und lernen Sie
Versuchen Sie mehr Informationen zu erhalten, als Sie bereits haben, um Ihre Herausforderung besser einschätzen zu können. Finden Sie passende Artikel, ein Buch, ein Magazin oder eine Webseite, die Ihnen nützliche Fakten und Informationen verschafft. Damit haben Sie eine wesentlich fundiertere Grundlage für eine verbesserte Entscheidungsfindung.

Als ich vor vielen Jahren das erste Mal von Coaching als Job hörte, hatte ich schnell Feuer gefangen. Auch ich wollte ein Coach werden, hatte jedoch weder die Methoden, Fähigkeiten noch die nötige Einstellung, um diesen Job gut zu machen. Also tat ich, was ich in ähnlichen Situationen mache, wenn ich etwas Neues lernen will: Ich fing an, mich umfassend in das Thema einzulesen. Als ich dann viel gelesen hatte, war ich bereit für den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem guten Coach: eine Fortbildung zu beginnen.

Perspektive: Verändern Sie Ihre
In einem interpersonellen Konflikt möchten Sie vielleicht Ihre Sichtweise verändern, in dem Sie eine kurze Weile in den “Schuhen des anderen wandeln”. Wenn die Herausforderung nur Sie allein betrifft, versuchen Sie vielleicht eine neue Perspektive einzunehmen, indem Sie zirkuläre Fragen nutzen wie: „Wenn ich Person XY wäre und auf mich herabschauen würde in dieser Problemsituation, was würde ich mir wohl selbst empfehlen?“.
Sie können auch das Prinzip des „inneren Mentorings“ ausprobieren: Stellen Sie sich eine Persönlichkeit vor, die Sie sehr bewundern und mit der Sie Tatkraft und Entscheidungsstärke verbinden. Vielleicht sitzen Sie vor Ihrem inneren Auge jetzt gerade an einem imaginären Lagerfeuer mit Ihrem inneren Mentor. Wenn Sie ihm von Ihrem Problem erzählten, was würde dieser Ihnen wohl antworten? Wozu würde er Ihnen raten?

Ein Mentee von mir hat ihren verstorbenen Onkel als inneren Mentor gewählt. Diesen trägt sie immer in ihrem Herzen und befragt ihn manchmal, wenn sie Entscheidungen zu treffen hat, die für sie gewichtig sind.

In einer Welt voller Power-Egos und Mitmenschen mit tendenziell narzisstischer Einstellung macht derjenige einen Unterschied, dem es gelingt sich von Selbstbezogenheit zu lösen und die Perspektive zu wechseln.
Sind Sie dazu bereit?

Erlernen Sie: Fähigkeiten
Überlegen Sie sich, welche Fähigkeiten Ihnen helfen könnten, die Herausforderung zu meistern. Machen Sie sich dann einen Plan, diese Fähigkeiten gezielt zu erwerben und setzen Sie diesen Plan um. Mit diesem neu erworbenen Können gelingt es Ihnen viel leichter Hürden gekonnt zu überwinden.

König George VI hatte ursprünglich ein hartnäckiges Stottern, das ihm Sprechauftritte in der Öffentlichkeit regelmäßig zur Qual machten. Eine Krise und darauf folgende Trainings mit dem Sprechtherapeuten Lionel Logue ermöglichten ihm sich Techniken anzueignen, die ihn daraufhin wesentlich freier in der Öffentlichkeit sprechen ließen. Dies wiederum erhöhte wesentlich seine Popularität im Britischen Volk.

Neues: Machen Sie etwas anderes
Finden Sie Muster, die Sie zu ihrem bisherigen Problem geführt haben. Dann entwerfen Sie bewusst andere Muster und ungewohnte Verhaltensweisen. Probieren Sie sich aus.
Während seiner Versuche, die Glühbirne zu erfinden, wurde Thomas Edison gefragt: “Wie fühlt es sich an, tausendmal gescheitert zu sein?” Edison antwortete: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne nun lediglich tausend verschiedene Arten keine Glühbirne zu entwerfen.“

Hierzu noch ein Literaturtipp: In einem Buch von John Strelecky (http://www.whycafe.com/) strandet der Protagonist, John, in einem Café mitten in einer Wüste. Dort trifft er verschiedene Menschen und erkennt in Gesprächen mit diesen, dass er in seinem bisherigen Leben nicht wirklich glücklich war. Als Folge nimmt er einige drastische Veränderungen vor, die ihm ermöglichen ein wesentlich erfüllteres Leben fortzuführen.

Albert Einstein hat einmal gesagt, dass Probleme nie in der gleichen Weise gelöst werden können, wie sie entstanden. In diesem Sinne lade ich Sie hiermit ein, einen neuen frischen Ansatz auszuprobieren, um eine vor Ihnen liegende Hürde zu überspringen.

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Bitte teilen Sie Ihre hilfreichen Bewältigungsstrategien mit uns. Was nützt Ihnen, um Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen?

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