Murphys Teamgesetze

Gefangen im Paradox.

In diesem Blogartikel liste ich einige Herausforderungen auf, die mir in der Arbeit mit Teams immer wieder begegnen. Ein Team (nicht eine Gruppe) definiere ich hierbei grob wie folgt:

  1. Hat einen gemeinsamen Auftrag, ein Ziel, dass alle verbindet und
  2. Enthält verschiedene Mitglieder, die jeweils eine spezifische Rolle einnehmen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Die folgenden Muster sind mir in der Teamarbeit bisher besonders oft begegnet…

 

Das Informationsparadox
Teammitglieder werden in der Regel gerne proaktiv informiert um die letzten Neuigkeiten zu erfahren und zu wissen, wie es den anderen geht und was sie gerade machen. Oft jedoch haben sie bereits sehr viele Aktivitäten „am Laufen“ und werden von verschiedensten Seiten mit Informationen überhäuft (Informationsspamming).


Wie also findet man die passende Ebene der Informationsversorgung?

 

Das Steuerungsparadox
Viele Menschen wertschätzen es sehr, freie Einteilung von Orten und Zeit vornehmen zu können, um zu machen, was sie selber wollen. Sie anerkennen es, wenn sie ganz sie selbst sein dürfen, um kreativ zu sein und eigene Konzepte zu entwickeln. Dies wiederum steht mit der Rolle des klassischen „Managers“ im Konflikt, der das Team überwacht, Arbeitsstrukturen gibt und seinen Mitarbeitern Erwartungen setzt. Nicht zu vergessen, es gibt durchaus viele Menschen, die es sehr gut finden, wenn ihre Vorgesetzten klare Erwartungen vorgeben, um dadurch besser zu verstehen, in welche Richtung es gehen soll.


Wo liegt also die richtige Balance zwischen „Totaler Kontrolle“ und „Laissez-faire“?

 

Das Näheparadox
Viele Teammitglieder sind auch gerne mal ganz für sich, werden ungern von anderen gegängelt und finden es toll, wenn sie einen Arbeitsbereich nur für sich selber haben (den sie nicht mit anderen teilen müssen). Sie arbeiten vielleicht gerne „aus der Distanz“ (remotely), was ihnen viele Freiheiten ermöglicht, den eigenen Alltag zu strukturieren. Andererseits sind sie auch gerne in Kontakt mit anderen, teilen ihre Erfahrungen und arbeiten gerne mal intensiv mit Kollegen zusammen, um das große gemeinsame Ziel zu erreichen.


Wo ziehen Sie also die Linie zwischen Distanz und Nähe in der Arbeit für ein Team?

 

Das Verlässlichkeitsparadox
Mitarbeiter mögen es oft, wenn sie in stabiler Arbeitsumgebung mit verlässlichen Abläufen arbeiten. Sie finden es gut, wenn sie wissen was sie erwartet und was zu tun ist. Das gibt ihnen Sicherheit und vielleicht ein Gefühl von: „Ja, das kann ich schaffen!“. Gleichzeitig kann zuviel Routine in Prozessen auch zu Langeweile und Unterforderung führen. Menschen benötigen von Zeit zu Zeit einen frischen Impuls, um neue Energie zu gewinnen, sich weiterzuentwickeln und zu lernen.


Welches Verhältnis ist also das Richtige zwischen Wechsel und Kontinuität mit den Teams, die Sie aktuell begleiten?

 

In diesem Artikel habe ich vier Paradoxe aufgeführt, die Ihnen – ob als Teammitarbeiter oder –leiter – immer wieder mal begegnen können. Es gilt für Sie, diese erfolgreich zu bewältigen, um das Team effektiv und leistungsfreudig zu machen.

Ich ermutige Sie dazu, in meinem nächsten Blog weiterzulesen, um ein paar Ideen und Tipps zu erhalten, wie man diese Paradoxien gut handhaben kann.

MEHR vom Leben erleben

Im Blog „Ich möchte MEHR vom Leben!“ habe ich vier Fallen aufgezeigt, in die Sie tappen können, auf dem Weg zu einem Leben mit Sinn und hoher Qualität. Im Folgenden möchte ich ein paar Aspekte aufgreifen, die Ihnen helfen können mehr von Ihrem Leben zu haben und zu erleben.

Zu Beginn des letzten Blogs habe ich das Märchen der Gebrüder Grimm, Sternentaler, erwähnt. In diesem geht es um ein armes Waisenmädchen ohne Zuhause, aber mit einem edlen und gütigen Charakter. Gemäß der Erzählung trifft das Mädchen im Wald hintereinander einen hungrigen Mann, drei frierende sowie später ein gänzlich nacktes Kind. All diesen Mitmenschen gibt das Mädchen etwas ab, um ihr Leid zu lindern, etwas Brot, seine Mütze, sein Leibchen, sein Röckchen und sein Hemdchen. In der Folge des Märchens fallen aus dem Himmel Sternentaler herab, als Belohnung für das uneigennützige Vorgehen des Waisenmädchens. Das Mädchen ist zum Ende also reich und glücklich.

Die Moral dieser Erzählung ist zutiefst menschlich und christlich. Die Frage hierzu an Sie ist nun: Wie und wo können Sie als ein „guter Samariter“ auftreten und anderen ein wenig von Ihrem Wohlstand abgeben? Anderen die bedürftig sind und sich über Anteilnahme freuen würden. Lassen Sie ein wenig an Ihrem Glück teilhaben, was Sie wiederum in einen besseren Menschen transformieren wird. Bewusst Gutes für andere zu tun hat eine hochenergetische Wirkung und kann Ihr Leben auf eine neue Ebene heben.

Sternentaler #1: Persönliche Vision (“Wo will ich hin?”)
Jack Nicklaus, von vielen als der größte Golfer aller Zeiten genannt, der einen Rekord von 18 Golf-Majorturnieren gewonnen hat, sagte einmal:

„Ich habe noch nie einen einzigen Schlag – ob im Training oder im Turnier – gemacht, ohne ein klares Bild vom Ziel vor Augen gehabt zu haben.“

Dies ist genau die Qualität, zu der ich Sie einlade, diese künftig bewusst zu verstärken. Immer wenn es für Sie darum geht, einen nächsten größeren Schritt zu machen, ob beruflich oder privat, machen Sie sich vorher ein genaues Bild davon, wo es idealerweise für Sie hingeht. Stellen Sie sich vor, was gegeben ist, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Visualisieren Sie diesen Zustand in bunten Farben und Klängen, die ihnen zusagen. Und erst dann schreiten Sie voran und machen einen ersten Schritt in Richtung auf Ihr Ziel zu.

Sternentaler #2: Selbstbewusstsein (“Wer bin ich?”)
Buddha hat einmal gesagt: „Wir werden von unseren Gedanken geprägt. Wir werden zu dem, was wir denken. Wenn unser Geist rein ist, folgt uns tiefe Freude wie ein Schatten, der uns nie verlässt.“

Wer bin ich? Was treibt mich? Was ist mir wichtig? Dies sind Fragen, denen Sie nicht entkommen können. Hierauf gilt es für Sie Antworten zu finden, die Sie zutiefst zufrieden stellen. Finden Sie diese Antworten nicht oder nur unzureichend, wird der Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben für Sie steinig und schwer begehbar bleiben.

Sternentaler #3: Intrinsische Motivation (“Was treibt mich innerlich an?”)
“In den letzten 33 Jahren habe ich jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mir eine Frage gestellt: “Wenn der heutige Tag der letzte meines Lebens wäre, würde ich das tun, was ich heute vorhabe zu tun?” Und wenn immer auch die Antwort für mehrere Tage hintereinander „Nein“ war, wusste ich, ich muss etwas verändern.“

Dieses berühmte Zitat vom schmerzlich vermissten Steve Jobs, Gründer und Lenker von Apple zeigt die essenzielle Frage für uns alle auf. Warum ist es notwendig / nützlich / relevant morgens aufzustehen?

Sind Sie jemals früh morgens wach geworden, noch schlaftrunken, schlechtgelaunt und plötzlich ging ein Energieschwall durch Ihren Körper, weil Sie an ein Projekt gedacht haben, das Sie aktuell beschäftigt und was dazu geführt hat, dass Sie mit positiver Spannung aus dem Bett gesprungen sind? Dies ist genau die Qualität, die ich meine. Was ist so bedeutend für Sie, dass es Ihnen möglich macht, große Hindernisse zu überwinden und viel Energie in eine Aktivität zu setzen? Was elektrisiert Sie? Diese Qualitäten sind es, die es für Sie zu finden gilt, um Ihre intrinsische Motivation erfolgreich anzuzapfen.

Sternentaler #4: Einzigartigkeit (“Was macht mich besonders?”)
Unser aller Leben ist immer wieder von Wettbewerb geprägt. Ob es um Produkte, Services oder Aufmerksamkeit geht, mitunter sind wir dazu aufgefordert, um etwas zu kämpfen. Öfter als wir denken gibt es hierzu auch einen alternativen Weg. Einen Weg, der viel Selbstreflexion und Mut erfordert: Der Weg der Einzigartigkeit.

Vielleicht wollen Sie damit beginnen, sich einfache, kleine Fragen zu stellen, wie: „Was mache ich anders als viele andere Menschen?“. Für diese Frage ist es recht hilfreich, Feedback von anderen einzuholen. Sie könnten um ehrliche Rückmeldung bitten, mit Fragen wie: „Welche drei Adjektive aus deiner Sicht charakterisieren mein Wesen in Abgrenzung zu anderen ganz besonders? Oder: Was ist aus deiner Sicht meine größte Stärke, die ich einbringe?“.  Welche Antworten Sie auch erhalten mögen, diese werden Ihnen wertvolle Einsichten vermitteln, um ein noch einzigartigeres Leben zu führen.

Investieren Sie etwas Aufwand, Zeit und in die Menschen um Sie herum. Reflektieren Sie Ihre Situation mit einem klaren Kopf und werden Sie – ganz wie das arme Mädchen in dem Märchen – belohnt durch Sternentaler, die Ihnen zeigen, dass Ihr Leben voller Sinn, Vision und Glück ist!

Sie können das. Ich vertraue Ihnen.

Ich möchte MEHR vom Leben!

…haben Sie dies auch schon mal gedacht? Haben Sie sich jemals einmal gefragt, was passieren müsste, damit Sie ein „besserer“ Mensch werden, in einem Leben, dass so viel glücklicher und reichhaltiger ist? Haben Sie jemals andere Menschen betrachtet und gedacht: Hmmm, er/sie ist erfolgreich, schön, klug. Warum führe ich nicht solch ein Leben?“.

Beachten Sie, es gibt durchaus einige Fallen, in die Sie tappen können und die Sie zu etwas verführen, das letztendlich ganz und gar nicht hilfreich für Sie ist. Im Folgenden lade ich Sie dazu ein, mehr zu einigen dieser Fallen zu erfahren, damit Sie in der Zukunft besser vorbereitet sind, um diese geschickt zu umgehen.

Falle #1: Richtung (“Wohin will ich?”)
Viele Unternehmungen beginnen berechtigterweise mit der Frage, wohin es eigentlich gehen soll. Hier stellt sich die erste Frage: Wissen Sie, wohin Sie genau wollen? Wie klar und präzise ist das Bild Ihres Zieles vor Ihren geistigen Augen?

Die menschliche Geschichte ist voll von Beispielen, die zeigen: viele Unternehmen sind daran gescheitert, dass nicht oder zuwenig bekannt war, wo das Ziel der Reise liegt. Und im Gegensatz dazu dieser eine Satz: „Bevor dieses Jahrzehnt endet, möchte ich, dass wir einen US-Amerikaner auf den Mond gebracht haben!“ (John F. Kennedy, ehemaliger US-Präsident, 1961 in einer Rede vor dem US-Kongress). Ein exzellentes Beispiel für eine artikulierte Vision, die viele Menschen elektrisiert bewegt hat, etwas zu bewegen. Und das Ziel wurde dann auch tatsächlich erreicht. Im Sommer 1969 ließ Neil Armstrong von der Apollo 11 Mannschaft die Leiter des Mondmobils los, um den ersten Schritt der Menschheit auf dem staubigen Boden des Erdmondes zu hinterlassen.
Mission vollbracht!

 

Falle #2: Selbsttäuschung („Wer bin ich?“)

Gegenwärtig sehen wir in der Öffentlichkeit viele Menschen – ob Politiker, Wirtschaftsbosse oder Prominente – die offensichtlich unter einem Syndrom leiden, dass wir Dunning-Kruger-Effekt nennen, kurz: DKE. Dieses Phänomen drückt sich durch ein verzerrtes Selbstbild und ein übermäßiges Selbstvertrauen aus. Zwei interessante Erkenntnisse konnten die oben genannten Wissenschaftler in Studien bestätigen:

  1. Inkompetente Menschen machen oft falsche Entscheidungen.
  2. Inkompetente Menschen bemerken oft nicht, dass sie falsche Entscheidungen getroffen haben.

Diese Erkenntisse zeigen nachvollziehbar auf, warum es zu sogenannten “Fake news” kommen kann. Aus Scham (etwas Falsches behauptet zu haben) und Selbstüberschatzung bleiben viele Menschen bei den von ihnen verbreiteten Lügen und behaupten gar, diese wären tatsächlich die Wahrheit.

All dies soll zeigen: Es ist in der Tat schwierig, zu verstehen, wer ich wirklich bin, sofern ich an DKE leide oder meine Mitmenschen niemals um ehrliches Feedback zu meinem Verhalten bitte. Wie kann es für mich möglich sein, mich in die Richtung eines „besseren Menschen“ zu entwickeln, wenn ich ein verzerrtes Selbstbild habe und mich nicht auf Feedback anderer einlasse? Unmöglich, wie ich meine.

 

Falle #3: Belohnung („Wieviel verdiene ich?“)
Wenn Sie sich für einen neuen Job bewerben und der Ihnen gegenübersitzende Personaler fragt Sie: “Wieviel möchten Sie in dieser Position verdienen?“. Was genau würden Sie antworten? Welche Zahl würden Sie nennen? Eine sehr hohe Zahl, eine mittlere oder eine eher kleine? Oder vielleicht sogar gar keine?

Jegliche Ziele, die Sie sich quantitativ und qualitativ setzen haben unmittelbare Auswirkung auf Ihre Handlungen. Um bei dem Gespräch mit dem Personaler zu bleiben: Jede Zahl, die Sie nennen hat eine Auswirkung auf die Interaktion mit Ihrem Gegenüber. Ist Ihre genannte Zahl eher niedrig, denkt er/sie vielleicht, dass Sie (zu) niedrige Erwartungen an den Job haben oder wenig Selbstvertrauen haben. Nennen Sie hingegen eine sehr hohe Zahl, so kann dies ggf. frühzeitig zu Widerstand bei Ihrem Gesprächspartner führen, was die Verhandlung wesentlich erschweren kann. Und wenn Sie eine Zahl nennen, die im mittleren Bereich liegt, ist das vielleicht für Ihr Gegenüber gut, aber auch für Sie? Wollen Sie wirklich nur mittelmäßig verdienen, wenn Sie einen neuen Job übernehmen? Oder wollen Sie vielmehr auch Ihr Gehalt verbessern, wenn Sie eine neue Herausforderung annehmen?
Ja, diese Frage war eher rhetorisch gemeint…

Zuletzt, sollten Sie gar keine Zahl nennen, kann dies vordergründig gut für Sie sein (da Sie die Verantwortung an Ihr Gegenüber weitergeben). Jedoch ist dies für Sie auch durchaus riskant. Wenn Sie nicht wissen, wieviel Sie verdienen, wie können Sie jemals zufrieden sein, sobald Ihr erster Gehaltsscheck eintrifft, nachdem Sie den neuen Job begonnen haben?

Es geht für Sie darum, sich Ziele zu setzen, die attraktiv für Sie sind. Hieraus resultieren zwei Konsequenzen für Sie: a) Diese Ziele verleihen Ihnen Energie und vermitteln Ihnen, warum es jeden Morgen gut ist, nicht im Bett z bleiben, sondern aufzustehen, um etwas zu bewegen. b) Mit diesen Zielen erhalten Sie nützliche Hinweise darauf, ob Sie wirklich erfolgreich sind. Je SMARTer Ihre Ziele sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, das Vergangene auf Erfolgreiches zu analysieren, wenn Sie Meilensteine erreicht haben oder einige Zeit vergangen ist.

 

Falle #4: Wettbewerb (“Ich in Beziehung zu anderen oder ich in einzigartiger Weise?”)
Dave Ramsey sagte einmal: “Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen mit Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir eigentlich gar nicht mögen.” Wie sehr sind Sie bereits in einem Hamsterrad gefangen und jagen einer Karotte nach, die vor Ihrem Gesicht baumelt? Wie oft passiert es, dass andere sie mit Vorteilen locken, um Extraaufwand von Ihnen zu erhalten? Gefällt Ihnen diese Situation? Wie gut tut Ihnen dies, mental und gesundheitlich? Das Bild des Hamsterrads und Wettbewerbs ist ein grundsätzlicher Bestandteil unseres sozialökonomischen Systems. Es gibt hierbei durchaus einige Vorteile (Innovation und Wachstum für viele Menschen), jedoch auch viele Nachteile, die viele Beteiligte in Krankheitsmuster wie Burnout oder Depression treiben und ihnen etwas vorenthalten, dass für jeden Menschen wichtig ist: Sinnerfüllung.

Viele Menschen haben dies bereits erkannt und festgestellt, es gibt auch alternative Wege zum Hamsterrad. Sie führen ein glückliches Leben, indem sie Ihre Einzigartigkeit zelebrieren.

Ich lade Sie ein, mehr darüber zu erfahren, wie Sie MEHR bekommen können, schon in meinem nächsten Blog.

Bleiben Sie dran!

Die Kraft des King VOPA entfesseln

Wenn Sie die Methoden und Ansätze nutzen, die mit dem VOPA-Modell verknüpft sind – mehr dazu hier – wird es Ihnen möglich sein, eine Bestie in der Größe eines King Kongs zu entfachen, mit dem Potenzial die heutigen Herausforderungen zu bewältigen, die ich gerne VUKAzilla nenne.
Was benötigen Sie, um die Bestie King VOPA zu füttern? Ich lade Sie ein, weiterzulesen und mehr darüber zu erfahren…

Die Kraft der Vernetzung
Zunächst geht es für Sie darum, Ihre Strategien der Vernetzung kritisch zu prüfen. Mit wem sind Sie aktuell verbunden? Welches sind die gewöhnlichen Wege, über die Sie mit anderen Menschen Kontakte knüpfen oder verknüpft werden? Nutzen Sie hierzu eher eine persönliche Form (face-to-face) oder gehen Sie eher virtuell Kontakte ein (z.B. über xing oder linkedin) oder eine Mischung aus beidem? Wie leicht machen Sie es anderen, Sie zu kontaktieren und mit Ihnen in Austausch zu kommen?
Wenn Sie Ihr Netzwerk gezielt ausbauen möchten, kann es für Sie sinnvoll sein zu überlegen mit wem Sie vorrangig vernetzt sein möchten. Welches sind wertvolle Kontakte für Sie, die Sie in der Zukunft gerne hätten? Versetzen Sie sich einmal bewusst in die Lage anderer und stellen Sie Fragen wie: „Wo sind diese (anderen)?“, „Was tun sie üblicherweise so?“ oder „Was sind ihre Präferenzen, um Kontakte einzugehen?“. Woody Allen hat mal gesagt: „Sich aufzumachen und zu erscheinen macht 50% des Erfolges aus.“ Wenn Sie nicht die Anfangsinvestition eingehen (und manchmal auch etwas Mut zusammennehmen), um auf andere zuzugehen, können Sie auch nicht positiv überrascht oder inspiriert werden, von einer spannenden Begegnung. Ein sehr gutes Produkt oder eine Leistung anzubieten ist heutzutage – leider – nicht ausreichend. Es kommt auch insbesondere auf Ihr persönliches Netzwerk an, die Liste Ihrer Kontakte entscheidet maßgeblich über Ihren Erfolg.

Die Kraft der Offenheit
Im zweiten Schritt des VOPA-Modells bitte ich Sie, bewusst einen Schritt zurückzutreten und über eine Situation nachzudenken, in der Sie ein Feedback erhalten haben, das Ihnen nicht gefallen hat. Wie haben Sie da reagiert? Haben Sie versucht, weiterhin aufgeschlossen zu bleiben oder haben Sie ganz einfach “zu gemacht”, um in Ihnen aufsteigende Gefühle von Schuld oder Scham zu unterdrücken? In einer nächsten Situation, wenn Sie eine ähnliche Rückmeldung von einer anderen Person erhalten, machen Sie es doch mal wie der Filmcharakter „Spock“ aus der Raumschiff Enterprise Filmserie und kommentieren Sie das Feedback mit einem „Faszinierend!“ (und der entsprechenden mentalen Einstellung). Versuchen Sie dem Feedback einen nützlichen Aspekt zu entnehmen, um davon für Ihre weitere Entwicklung zu lernen. Lerngelegenheiten gibt es für uns jeden Tag, es bedarf jedoch einer bestimmten Perspektive, die sich von unserer gewöhnlichen unterscheidet. Der Wechsel dieser mentalen Einstellung ist es, der eine sehr positive Wirkung auf Ihre gesamte Art der Kommunikation mit anderen machen kann und darüber auch Ihr eigenes Selbstbild positiv beeinflusst.

Die Kraft der Partizipation
Ein weiser Mann (und wohl auch guter Redner) hat einmal gesagt: “Du kannst über alles reden, jedoch nicht über 30 Minuten.” Immer wenn ich Teilnehmer eines Meetings bin, in dem viel 1:n-Kommunikation passiert (einer redet, alle anderen hören zu) vergießt mein Moderatorenherz Tränen des Kummers und ich frage mich dann: „Wie können wir all diese wertvollen menschlichen Ressourcen achtlos wegwerfen und verschwenden? Glücklicherweise gibt es „da draußen“ bereits viele Mitmenschen, die dieses Problem ebenfalls erkannt und ganz wundervolle Formate erdacht haben, mit denen es effektiv gelingen kann lebendige Interaktion in Gruppen zu erzeugen. Webseiten wie Liberating Structures oder Gamestorming bieten eine Fülle an einfachen Werkzeugen und Formaten an, um die Quote aktiver Partizipation in Gruppen zu maximieren und die Teilnehmer gleichzeitig Spaß haben und ein erfolgreiches Sitzungsziel erreichen zu lassen. Ich möchte Sie dafür gewinnen, die beiden oben genannten Quellen (Liberating Structures und Gamestorming) zu nutzen, um künftig erfolgreichere Meetings anzubieten, die von Freude und Zielorientierung geprägt sind. Ich verspreche Ihnen, Ihre Reputation als Moderator wird mit Einsatz dieser Formate wesentlich steigen und man wird mit Bewunderung über Sie sprechen.

Die Kraft der Agilität
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts galt nach Charles Darwins Evolutionstheorie, dass der Starke den Schwachen überlebt. Mit den Herausforderungen der Wirtschaftskrise im Rücken und dem Aufkommen neuer Geschäfts- und Arbeitsmodelle vor dem Hintergrund der Digitalisierung hat sich der Fokus dieser Anschauung von „Stärke“ verschoben zu „Agilität“. Wie in der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) nachzulesen, „…verfügt jene Person in einem System über den höchsten Einfluss auf andere, die mit der höchstmöglichen Flexibilität reagieren kann.“ Somit sind wir gefragt: Wie hoch sind unsere aktuellen Fähigkeiten auf Veränderungen in unserem Umfeld flexibel reagieren zu können, ohne unsere strategische Linie zum Erfolg ganz aufzugeben? Welche Werkzeuge stehen uns zur Verfügung, um Agilität bewusst einzusetzen? Und was sollte idealerweise in nächster Zeit passieren, damit wir uns unsere Agilität erhalten und ein Zurückfallen in einen starren Zustand vermeiden?

Ich möchte Sie ermutigen, ein paar der oben skizzierten Fragen und Ideen aktiv weiterzuverfolgen. Hiermit wird es Ihnen gelingen, Ihre ganz eigene King VOPA Bestie zu entfachen, um VUKAzilla erfolgreich zu bezwingen.

King VOPA gegen VUKAzilla

Sie haben vielleicht bereits von dem VUKA Phänomen gehört, das derzeit an den Grundfesten der etablierten Industrien auf der ganzen Welt rüttelt. Und Sie fragen sich möglicherweise, was können wir dagegen tun?
In Ergänzung zu den Glorreichen Sieben, die gegen VUKA helfen können, bin ich kürzlich auf einen einfachen Ansatz aufmerksam geworden, den ich Ihnen in diesem Artikel gerne näher bringen möchte.

V wie in Vernetzung steht für die Interaktion Einzelner wie auch von Gruppen nicht nur innerhalb einer Community sondern auch über hierarchische Ebenen hinweg. Je öfter Einzelne und Gruppen miteinander netzwerken, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass für den Fortbestand der Organisation wichtige Informationen weitergegeben werden.

Fragen Sie sich bitte:

  • Wie oft passiert es in Ihrer Organisation, dass Mitarbeiter aus sehr verschiedenen Bereichen zusammenkommen? Passiert dies eher informell oder als Teil eines offiziellen Prozederes?
  • Was könnten Sie tun, um es Mitgliedern Ihrer Organisation zu ermöglichen, öfter miteinander sinnerfüllt zu interagieren?

O wie in Offenheit steht für eine aufgeschlossene Einstellung auch bei Feedback, das zunächst eher weniger zu den eigenen Standpunkten passt. In Zeiten sich rasch wandelnder Geschäftsmodelle ist es wichtig, mental offen zu bleiben, um sich verschiedene Handlungsalternativen zu erhalten.

Fragen Sie sich bitte:

  • Wenn in einem Meeting, an dem Sie teilnehmen eine eher ungewöhnliche Idee auftaucht, wie wird mit dieser in der Regel umgegangen?
  • Was können Sie tun, um sogenannte “Wilde Enten” (= Mitarbeiter mit eher unorthodoxer Meinung) in Ihrer Organisation zu schützen und Ihnen eine Plattform zu geben?

P wie in Partizipation steht für die bewusste Aktion, in einer Veränderung Verantwortung zu übernehmen. Hierdurch wird die Veränderungsinitiative gefördert und das Transformation-Momentum bleibt erhalten.

Fragen Sie sich bitte:

  • Wie oft nehmen Sie es bewusst wahr, dass andere in Ihrer Community für eine Aktivität Verantwortung übernehmen, die sich auf die Veränderung einer in der Vergangenheit bewährten Arbeitsweise bezieht?
  • Was können Sie tun, um mehr Initiative zu zeigen, was Veränderungen in Ihrer Organisation betrifft?

A wie in Agilität steht für das Vermögen auf Veränderungen in sehr flexibler Weise reagieren und sich rasch und effektiv anpassen zu können.

Fragen Sie sich bitte:

  • Auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 10 (sehr hoch): Wie schätzen Sie die durchschnittliche Fähigkeit der Mitarbeiter Ihrer Organisation ein, auf Veränderungen in agiler Weise zu reagieren?
  • Was können Sie tun, um den obigen durchschnittlichen Wert einen kleinen Schritt auf der Skala in Richtung 10 zu bringen?

Jedes einzelne der VOPA Elemente ist ein echter Aktivposten, um die negativen Auswirkungen von VUKA erfolgreich zu bewältigen. Ich lade Sie hiermit ein, konkrete eigene Schritte zu entwerfen, um mehr VOPA in Ihre Organisation hineinzutragen.

Appetit nach Veränderung

In jeder Transformation, ob Individuen oder Gruppen betroffen sind, ist es für Dich essentiell auf die wesentlichen Themen zu fokussieren, um erfolgreich zu sein. Metaphorisch gesprochen, gibt es viele Betroffene mit viel „Hunger“, der gestillt werden will.

Ich lade dich hiermit ein, mehr über Kategorien zu erfahren, die für mich in der Veränderungsbegleitung hilfreich waren und die als Input für dich und deine Herausforderungen dienen können.

Bedürfnisse
Heutzutage fangen viele Change-Experten zu Beginn einer Transformation damit an, zu fragen, welches die spezifischen Bedürfnisse sind, die teilnehmende und betroffene Individuen und Gruppen haben. Frage dich: Welche dieser Gruppen hat welche speziellen Bedürfnisse während der Veränderung?  Erarbeite möglichst detaillierte Antworten hierauf. Hole hierzu Input von anderen hilfreichen Stellen ein (vielleicht möchtest du ein Sounding Board nutzen).

Zwischen Kräften
Im letzten Jahrhundert hat Kurt Lewin die Kraftfeldtheorie erfunden und weiterentwickelt. Dieses Konzept geht davon aus, dass ein Individuum in einer Veränderung zwei verschiedenen Kräften unterworfen ist: einer Kraft, die das Individuum in der Gegenwart verharren lassen möchte („Was bisher gut war, wird auch in der Zukunft gut sein“) sowie einer Kraft, die das Individuum zu einer neuen guten Lösung in der Zukunft führen möchte („Was bisher gut war ist nicht gut genug in der Zukunft“).
Force-fields
Um diese Kräfte näher zu untersuchen, frage:

  • Welche Argumente sprechen für die Beharrung in der Gegenwart (und entsprechen damit jeglichem Widerstand für Neues)?
  • Welche Argumente sprechen für eine Veränderung und mögliche künftige Lösungen?

Ängste
Guten Veränderungsberatern gelingt es, Tabus und Ängste aufzuspüren, die Betroffene vielleicht haben und unter denen sie in einer Transformation leiden. Scheue nicht davor zurück, potenzielle Ängste näher zu untersuchen.
Fear
Frage dich: Was könnte es sein, vor dem sie in der Veränderung am meisten Angst haben? Was möchten sie wohl am meisten vermeiden, auch wenn es hohe Aufwände bedeuten würde? Nutze die entstehenden Antworten für Folgekommunikation. Sei transparent und zeige auf, dass du gewillt bist, den „Elefanten im Raum“ offen anzusprechen. Biete ihnen dabei Ideen an, von denen die Mehrheit der Betroffenen profitieren könnte.

Sehnsucht
Am anderen Ende des emotionalen Spektrums – gegenüber Ängsten – stehen die Sehnsüchte der betroffenen Individuen und Gruppen: Worauf sie hoffen und was sie im günstigsten Falle erwarten. Reflektiere die „großen Gefühlsthemen“ die sie begehren und gewinnen können.
Desire
Frage dich: Welches große Verlangen ist erfüllt, wenn die Veränderung umgesetzt ist? Wie mit den zu Ängsten gesammelten Argumenten gilt auch hier diese für Folgekommunikation gegenüber den Betroffenen angemessen zu nutzen. Vielleicht möchtest du auch eine Vision entwickeln, um Orientierung zu verleihen und emotionale Anziehung zu vermitteln.

Fundbüro (Lost & Found)
Stelle dir einen typischen Zentralbahnhof vor. Üblicherweise gibt es dort auch ein Fundbüro. Dies ist ein hilfreicher Hintergrund für Fragen, die du nutzen kannst, um weitere Bedürfnisse deiner Zielgruppen und –individuen während der Veränderung zu reflektieren.
Lost-and-Found
Frage dich:

  • Was können sie während der Veränderung (oder bei Erreichung) vor allem verlieren?
  • Was können sie als Folge der Veränderung vor allem gewinnen/finden?

Sobald du zu den Verloren-/Gefunden-Kategorien hilfreiche Antworten generiert hast, darfst du dort nicht stehenbleiben. Es gilt im nächsten Schritt Ideen für nützliche Aktivitäten zu entwerfen. Was muss getan werden, um „Verluste“ offen anzusprechen und zu kompensieren? Und was sollte getan werden, um „Gefundenes/Gewonnenes“ zu fördern und davon noch besser zu profitieren?

In jeglicher Veränderung fange stets damit an, die “Großen Fragen” zuerst zu stellen.
Lasse dich durch die fünf oben aufgeführten Kategorien inspirieren, um dein eigenes bewährtes Set an HUNGER Fragen zusammenzustellen.

Erfolgreich in der VUKA Welt untergehen: Gewusst wie!

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Aktivitäten in unserem täglichen (Arbeits-)Leben sind über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte immer komplexer geworden. Das Internet, Real-time Kommunikation und globale Vernetzung haben uns bisher keine „goldenen Regeln“ beschert, um diese Herausforderungen gut zu bewältigen.

Lesen Sie weiter, wenn Sie wissen wollen, wie Sie dies alles noch viel schlimmer machen können und wie man der „Bestie VUKA“ erliegen kann…

Veränderung um der Veränderung willen
Beginnen Sie so viele Veränderungsinitiativen wie möglich, am besten gleichzeitig. Beenden Sie niemals eine Initiative. Kümmern Sie sich nicht um das Verfolgen von Fortschritten und feiern Sie nie einmal Erreichtes.

Zeitvorgaben verfehlen
Halten Sie sich niemals an einmal vereinbarte Termine oder Meilensteine. Halten Sie andere möglichst lange und erfolgreich uninformiert. Zeigen Sie am besten keinerlei Verlässlichkeit bezüglich Termineinhaltung anderen gegenüber. Seien Sie zu Meetings stets zu spät oder bleiben Sie besser gleich ganz weg.

Null-Nachhaltigkeit
Fokussieren Sie insbesondere auf kurzfristige Gelegenheiten und schnell zu machende Umsätze/Gewinne. Lassen Sie die Finger von strategischen Aktivitäten und bleiben Sie immer höchstmöglich operativ in Ihrem Tun. Denken Sie am besten gar nicht über das „Morgen“ nach sondern bleiben Sie immer schön im „Heute“ oder „Gestern“.

Nähren Sie Ihre Unsicherheit
Kultivieren Sie es, ständig unsicher zu sein. Bleiben Sie (mental) instabil auf möglichst hohem Level. Seien Sie sich gar nichts sicher. Zweifeln Sie alles an und beteiligen Sie sich rege an unausgegorenen Spekulationen, ständig.

Misstrauen, immer und überall
Trauen Sie niemandem. Nehmen Sie an, dass jeder in Ihrer Umgebung eine “versteckte Agenda” mit sich trägt und Sie wohl betrügen will. Betreiben Sie erhöhte Aufwände, um die Aktivitäten anderer zu kontrollieren. Verschwenden Sie keine Zeit damit, andere wertzuschätzen, das ist eh nur Verschwendung.

Senden Sie ambivalente Signale
Werden Sie zu etwas gefragt, geben Sie eine Antwort, widersprechen sich dann aber kurz danach sofort. Treffen Sie Aussagen, die zu Ihrer Körpersprache in völligem Widerspruch stehen. Einfach gesagt, sagen Sie „Ja“, aber meinen Sie „Nein“ (oder umgekehrt).

Kultivieren Sie das Chaos
Halten Sie Komplexität auf einem astronomisch hohen Level. Wählen Sie niemals den einfachen Weg, wenn es einen schwierigeren gibt. Halten Sie sich davon fern, klar in Ihrer Kommunikation anderen gegenüber zu sein. Drücken Sie sich besser überformal und umständlich aus, ohne irgendwelche sinnvollen Botschaften zu senden.

 

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Die glorreichen Sieben gegen VUKA

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VUKA ist ein Phänomen, das unsere gesellschaftliche Situation beschreibt, seit der Kalte Krieg vorüber ist. Jeder einzelne Buchstabe steht hierbei für ein Aspekt des Phänomens:

  • V = Volatilität (Sprunghaftigkeit).
    Das Wesen und die Dynamik von Veränderungen, Geschwindigkeit und den dahinter stehenden Kräften.
  • U = Unsicherheit.
    Das Fehlen von Vorhersagbarkeit, ein Mehr an Überraschungen, ein Verständnis für Probleme und Herausforderungen.
  • K = Komplexität.
    Das Zusammenwirken verschiedenster Faktoren, deren Ursachen zum Teil schwer nachvollziehbar ist und die einhergehende Konfusion der Konsequenzen, die entstehen.
  • A = Ambiguität.
    Die Nebel der Realität, mögliche Missverständnisse und ein Durcheinanderbringen von Ursache und Wirkung.

Was können Sie tun – an Ihrem Arbeitsplatz, in Ihrer Organisation, mit Ihren Kollegen, mit Kunden – um die negativen Aspekte, die durch VUKA entstehen etwas abzumildern?
Ich lade Sie ein, weiterzulesen und ein paar mögliche Gegenmaßnahmen kennenzulernen.  Ich nenne diese – in Erinnerung an die mutigen und aufopferungsvoll kämpfenden Cowboys – die “Glorreichen Sieben”.

Rituale
Bieten Sie Rituale an, um anderen die Chance zu geben, „mal durchzuatmen“. Hierdurch können sie Veränderungen in jüngster Vergangenheit besser verdauen und Entwicklungen der letzten Zeit in ihrem eigenen Tempo verarbeiten. Gut etablierte Rituale können eine Gruppe oder ein Team unterstützen, das Gemeinsame zu betonen und zusammen weiter zu wachsen.

Stabile Zonen
Identifizieren Sie zusammen mit betroffenen Kollegen oder Kunden, was ihre spezifischen stabilen Zonen sind (Verhaltensweisen, die in der Vergangenheit hilfreich waren und voraussichtlich in der Zukunft weiter Bestand haben sollen) sowie welches ihre instabilen Zonen sind (Verhaltensweisen, die nicht mehr erwünscht ist sowie Verhaltensweisen, die neu und erwünscht sind).

Zeit als Geschenk und Wertschätzung
In Zeiten von Stress, Medienüberangebot und vielen Menschen auf kontinuierlicher Suche nach Erfüllung und Bedeutung macht es einen erheblichen Unterschied, wenn Sie eine bewusste Anstrengung für Ihre Mitmenschen unternehmen. Leihen Sie ihnen bewusst Ihr Ohr und verbringen Sie ein wenig „Qualitätszeit“ mit ihnen. Zeit ist ein rares und wertvolles Gut. Wenn klug eingesetzt, kann es eine exzellente Investition für Sie sein, zusammen mit den Menschen, die von Ihrem Geschenk profitieren.

Regelmäßige Verfügbarkeit
Mitmenschen wie Kunden beispielsweise zeigen mitunter Verhaltensweisen, die nur schwer zu entziffern und vorhersagbar sind. Um es ihnen leichter zu machen, Sie zu erreichen, kann es helfen, Ihnen eine regelmäßige Verfügbarkeit zu garantieren (es muss nicht gleich 24×7 sein).

Beziehungen pflegen
Mitmenschen sind existentiell auf Beziehungen mit anderen Menschen angewiesen. Indem Sie zu vielen Menschen in Ihrer Umgebung Beziehungen eingehen und diese aktiv pflegen, teilen Sie zum „Großen Netzwerk“ bei, das sich Menschheit nennt. Dies wiederum macht Interaktion möglich, die immer eine Gelegenheit beinhaltet, Verbesserungen und das Teilen von Lebensfreude zu erleben.

Klarheit in der Kommunikation
Planen und proben Sie, bevor Sie Wesentliches kommunizieren. Insbesondere vor Präsentationen oder wichtigen Interaktionen ist es für Sie relevant, sorgsam zu wählen, welche Botschaften Sie signalisieren wollen. Eine Botschaft ist in der Regel in einem einfachen Hauptsatz ausgedrückt, der eine gewisse emotionale Note beinhaltet, beispielsweise: „Es ist für uns wichtig, den neuen Prozess befolgen, um als Team erfolgreich zu sein!“.

Folgen Sie Ihrem Herzen
Dieser Hinweis klingt für Sie vielleicht etwas befremdlich. Ich kann jedoch aufzeigen, worum es mir geht: Sobald Sie einen Weg für sich gefunden haben, der zu Ihrem „Herz“ der Dinge führt, wird dies zu mehr Stabilität, Vorhersagbarkeit und Verlässlichkeit führen, sowohl für Sie selbst wie auch alle anderen in Ihrem Umfeld. Reflektieren Sie in Ruhe und detailliert, was Sie wirklich tun wollen, wo Ihre Sehnsüchte liegen und was Sie im Leben noch erreichen wollen und dann verfolgen Sie diesen Weg. Ihre Umgebung wird schon bald spüren, mit welcher Leidenschaft und Kraft Sie an Dinge herangehen. Grundsätzlich werden Menschen von anderen angezogen, die Leidenschaft ausstrahlen. Wenn Sie also Ihren ganz eigenen Weg gefunden haben und die damit einhergehenden Eigenschaften ausstrahlen, werden Sie automatisch andere anziehen, was wiederum zu mehr Verbundenheit führt und VUKA Effekte mildert.

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3 x 3 Methoden um schwierige Menschen für sich zu gewinnen

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Mitunter treffen Sie vielleicht auf Mitmenschen, bei denen es Ihnen sehr schwer fällt mit diesen auszukommen und wo Sie bei sich denken:“ Oh Gott, ein Alptraum! Es ist frustrierend und ärgerlich mit dieser Person (oder Gruppe) zusammen zu arbeiten. Was könnte ich bloß tun, um es mir leichter zu machen und mit dieser Person besser klar zu kommen?“.

Sollte dies der Fall sein, lade ich Sie ein, weiterzulesen, um sich von drei verschiedenen Ansätzen inspirieren zu lassen. All diesen drei Modellen ist gemein, Widerstände aktiv aufzunehmen und in einer konstruktiven Weise zu verarbeiten.

Verändern Sie Ihre Perspektive
Nutzen Sie die simple Drei-Positionen-Technik um mehr herauszufinden über drei verschiedene Perspektiven. Stellen Sie sich einen interpersonellen Konflikt oder eine Herausforderung mit einer anderen Person vor und dann…

3-positionen

  1. Gehen Sie zunächst in die ICH-Position und fragen Sie sich: Was brauche ich? Was ist mein Anliegen?
  2. Als nächstes wechseln Sie zur DU-Position in die Rolle Ihres Konfliktpartners bzw. –gegners. Versuchen Sie – auch wenn es zunächst etwas schwer fällt – die Welt durch seine Augen zu betrachten. Fragen Sie sich in dieser DU-Rolle: Was sehe / denke / fühle / brauche ich auf der DU-Position?
  3. Im dritten Schritt gehen sie auf die Position eines neutralen BEOBACHTERs, der sowohl ICH wie auch DU gut im Blick hat. Nehmen Sie bewusst wahr, was von dieser Warte aus auffällt.

Zuletzt gehen Sie wieder zurück auf die ICH-Position und reflektieren Sie, welche Ideen Sie für sich mitnehmen um künftig ähnliche Konflikte konstruktiver zu bewältigen.

Kritischer Erfolgsfaktor: Diese Übung wirkt am besten, wenn Sie die drei Positionen nicht nur gedanklich sondern physisch (mit Moderationskarten als Bodenanker) abschreiten.

Basisstrategien für Widerstandswandlung
Aus Sicht des Veränderungsmanagements können Sie einen dreifaltigen Ansatz wählen, um mit Widerstand angemessen umzugehen.

basisstrategien_widerstandswandlung

Fragen Sie sich: Ist mein Gegenüber…

  • unwissend?
    Dann sollten Sie (mehr) informieren und kommunizieren als Sie es bisher getan haben. Nutzen Sie Roadshows, neue Informationskanäle, Emails, Websites, Flyer. Bieten Sie Wissenstransfers an und ermöglichen Sie es, Ihnen Feedback zu geben.
  • ohne die erforderlichen Fähigkeiten?
    Dann müssen Sie noch mehr qualifizieren. Bieten Sie Trainings an, unterstützen Sie bei Wissenstransfers. Helfen Sie betroffenen Mitarbeitern dabei, angepasste oder neue Rollen schneller und effektiver einnehmen zu können.
  • nicht willens?
    Dies ist am schwersten zu bearbeiten. In diesem Fall gilt es für Sie in einen Dialog einzusteigen, Argumente umzuformulieren, einen Verhandlungsprozess einzuleiten, ggf. Belohnungen und Sanktionen zu nutzen und zu konfrontieren. Vielleicht ist es auch nützlich, Coachings anzubieten, um Konflikte zu adressieren und aufzulösen.

Als erstes gilt es für Sie, sich zu überlegen, in welche Kategorie Ihr Gegenüber fällt. Davon hängt ab, welche Aktivitäten und Vorgehensweise Sie wählen.

Perspektivbezogene Widerstandsbehandlung
Paul Lahninger („Widerstand als Motivation“) hat in seinem exzellenten Buch aufgezeigt, dass Sie drei verschiedene Interventionsarten nutzen können, um effektiver mit schwierigen Mitmenschen umzugehen, je nach Betrachtungsweise.

widerstandsstrategien_lahninger

  • Nutzen Sie Einfühlung wenn das DU im Fokus Ihrer Botschaft stehen soll => Hören Sie aktiv zu, formulieren Sie Gehörtes in wertschätzenden Worten um, bitten Sie für ein besseres Verständnis über Nachfragen um mehr Informationen und beziehen Sie das Umfeld und andere Personen über zirkuläre Fragen gedanklich mit ein.
  • Versachlichen Sie, wenn die Sache oder das WIR im Mittelpunkt stehen soll => Stellen Sie die Situation so dar, wie Sie sie verstanden haben, machen Sie Vorschläge für die unterschiedlichen Bedürfnisse und verhandeln Sie, bitten Sie die Beteiligten um Lösungen zur Situation und moderieren Sie diesen Prozess.
  • Grenzen Sie sich ab, wenn für Sie das ICH besonders wichtig ist => Geben Sie Feedback dazu, wie Sie sich gerade fühlen, stellen Sie Ihr Anliegen durch eine Bitte dar, konfrontieren Sie Ihr gegenüber, indem Sie Ihre Sicht darstellen oder Ihre Entscheidung mitteilen, stellen Sie ggf. Bedingungen oder antworten Sie provokativ.

Ihre Vorgehensstrategie hängt entscheidend davon ab, was für Sie Hauptbestandteil Ihrer Botschaft an den anderen sein soll, eher ein DU, ein WIR oder ein ICH. Von dieser Entscheidung hängt ab, wie Sie weiter vorgehen werden.

Oben lasen Sie über drei verschiedene und doch ähnliche Methoden, um mit schwierigen Mitmenschen angemessen umzugehen, ob es Kunden, Partner, Kollegen oder Mitarbeiter sein mögen.
Ich lade Sie hiermit ein, es einfach mal auszuprobieren und einige dieser Ideen in einer für Sie herausfordernden Situation mit anderen zu nuzten.

Viel Glück und Erfolg!

Mitmenschen motivieren – aber wie?

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Nach einer Gallup-Studie geben circa 70% der Arbeitnehmer in den USA an, dass sie noch niemals eine Form der Anerkennung oder Wertschätzung am Arbeitsplatz erhalten haben. Die Studie hat auch herausgefunden, dass

  • 89% der befragten Führungskräfte glauben, ihre Mitarbeiter verlassen die Firma aufgrund des Gehaltes oder anderer monetärer Gründe (lediglich 11% glauben, ihre Mitarbeiter verlassen die Firma aufgrund anderer Gründe, wie mangelnder Anerkennung)
  • …während nur 12% der befragten Mitarbeiter angaben, die Firma aufgrund des Gehaltes oder anderer monetärer Gründe verlassen zu haben (und 88% aufgrund anderer Gründe wie mangelnder Anerkennung).

Es liegt somit eine klare Wahrnehmungslücke zwischen Führungskräften und Mitarbeitern bezüglich motivierender Faktoren wie Anerkennung vor.

Ich lade Sie hiermit ein, die Informationen in diesem Artikel zu nutzen, um aktiv daran mitzuarbeiten, diese Wahrnehmungslücke zu schließen.

Kategorien der Anerkennung
Anerkennung kann auf drei verschiedene Arten vermittelt werden:

Lob: Bezieht sich insbesondere auf die Leistung eines Mitarbeiters oder Kollegen. Fokus hierbei ist der Beitrag der Person über einen in der Regel längeren Zeitraum, z.B. ein Kalenderjahr.

Dank: Ähnlich wie das Lob, bezieht sich ein Dank eher auf einen spezifischen Einsatz des Mitarbeiters oder Kollegen, z.B. als Bestandteil eines Projektes.

Wertschätzung: Bezieht sich auf eine Sache oder Person selbst, vor dem Hintergrund anzuerkennender Verhaltensweisen oder Aspekten der Haltung des Mitarbeiters oder Kollegen.

anerkennung-kategorien

Diese Kategorisierung zeigt auf, dass es verschiedenste Wege gibt, anderen Anerkennung auszusprechen und sie dadurch zu motivieren.

Sprachen der Wertschätzung
Gary Chapman und Paul White haben die verschiedensten Formen der Wertschätzung in fünf handhabbare Kategorien unterteilt, die klar voneinander zu unterscheiden sind.
Diese Wertschätzungs“sprachen“ sind:

  • Lob oder Bestätigung (mündlich)
  • Geschenke (anfassbar)
  • Hilfeleistungen
  • Gemeinsam verbrachte Zeit
  • Berührungen (behutsam eingesetzt, da in unserer Kultur nur eingeschränkt akzeptiert)

wertschaetzung-kategorien

Die beiden Autoren haben einen Fragebogen mit 30 verschiedenen Fragen erstellt, den man nutzen kann, um herauszufinden, welche Formen der Wertschätzung einer Person besonders wichtig sind.

Bei Interesse können Sie sich gerne an mich wenden, um diesen Fragebogen zu erhalten.

Praktische Tipps um andere zu motivieren
Anerkennung geben ist ein grundsätzlich mächtiges Werkzeug für Führungskräfte. Es ist quasi kostenlos und bedarf eines nur niedrigen Aufwandes. Wenn Sie einige der unten aufgeführten Empfehlungen berücksichtigen wird es Ihnen leichter gelingen ein erfolgreicher Motivator zu werden. Eine Person, die Kollegen und Mitarbeiter aktiv anerkennt und hierüber einen „Beeinflusser“-Status einnimmt und dadurch bei anderen breite Anerkennung erntet. Im einzelnen empfehle ich Ihnen:

  • Geben Sie das positive Feedback frühzeitig nach einer erfolgten Leistung oder einem spezifischen Einsatz. Warten Sie nicht zulange ab.
  • Ihre Rückmeldung muss nachvollziehbar sein. Es muss für Ihr Gegenüber leicht verständlich sein, worauf sich Ihr Feedback bezieht.
  • Persönlich (face-to-face) schlägt Telefon schlägt Email/Brief/Webchat. Je vertraulicher/persönlicher die Situation, desto stärker wirkt das Feedback.
  • Wenn Sie einer bestimmten Person Wertschätzung entgegenbringen möchten, bekommen Sie vorher heraus, welche Wertschätzungs“sprache“ diese Person bevorzugt spricht (siehe oben). Einer Person ein Geschenk zu machen, die sich daraus nichts macht, ist ärgerlich und wenig anerkennend. Bei diesem Thema geht es eher darum, was beim Gegenüber ankommt, weniger, was der Gebende ursprünglich beabsichtigt hat.

Und hier noch ein Geheimtipp für den Umgang mit schwierigen Menschen: Fangen Sie den Dialog doch mal damit an, zu erwähnen, was Ihnen an der anderen Person Positives aufgefallen ist, in letzter Zeit. Vielleicht werden Sie eine Überraschung erleben und Ihre Arbeitsbeziehung mit diesem Gegenüber in eine ganz neue Bahn lenken…