Zum Teufel mit der Komfortzone!

Alle Mann an Deck, setzt alle Segel!
Kommt näher, meine Freunde, kommt näher. Ihr seid zur letzten Reise des roten Korsaren geshangheit worden. Er hat sie vor langer Zeit im karibischen Meer gemacht.
Vergesst nicht: Auf einem Piratenschiff, in Piratengewässern in einer Piratenwelt. Stellt keine Fragen. Glaubt nur, was ihr seht! Männer an der Spill, hievt den Anker! Vorwärts auf große Fahrt!“
Burt Lancaster in „Der rote Korsar“ von 1952

Wie steht es zu Beginn dieses Jahres um Ihre persönliche Risikobereitschaft, guten Mutes Neues zu wagen und unternehmerisch zu agieren?
Aufgrund meiner Erfahrungen sind es drei Qualitäten, mit denen die eigene Komfortzone dauerhaft verlassen und gleichzeitig eine persönliche Weiterentwicklung erzielt werden kann. Ich habe sie
„RUM“-Formel genannt, in Anlehnung an die freiheitsliebenden und verwegenen Piraten, die, für Ruhm und Kostbarkeiten wie Gold und Juwelen, kein Risiko für ein neues Abenteuer gescheut haben.
Die drei RUM-Elemente möchte ich Ihnen nun gerne vorstellen.

RISIKO
…beginnt dort, wo Sie komfortable, bereits bekannte Pfade verlassen. Wo liegen diese bisher verborgenen Pfade für Sie? Es könnte sich so anfühlen, als ob Sie durch einen langen dunklen Tunnel laufen und am vermeintlichen Ende ein kleines Licht sehen. Das ist jedoch sehr weit entfernt und Sie können noch nicht genau abschätzen, ob Sie Ihr Ziel auch erreichen werden. Es ist für Sie ungewiss, was auf Sie zukommt und doch wissen Sie: „Es muss sein!“. Nichts zu tun wäre für Sie wie Stillstand. Sie haben zwar ein unangenehmes und mulmiges Gefühl, trotzdem gehen Sie das Risiko ein und lassen sich auf Neues ein.
Kürzlich las ich, dass Jugendliche meistens in einer Phase von Unsicherheit und Unklarheit leben. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Bereitschaft ab, sich diesem Zustand auszusetzen. Eignen Sie sich diese Eigenschaft bewusst wieder an! Gehen Sie Risiken kalkuliert ein.
Falls Sie eher Risiken ausweichen sollten, kann Ihnen bereits die Vorstellung von einer risikobehafteten Entscheidung helfen. Führen Sie doch bitte bei Gelegenheit die einfache Übung der „Krisenantizipation“ durch und stellen sich fünf unterschiedliche Szenarien vor, die eintreten und eine mittelschwere Krise in Ihrem Leben auslösen könnten (zum Beispiel Tod, Krankheit, Unfall, Jobverlust etc.). Schreiben Sie bitte diese fünf Krisenpunkte auf und überlegen sich für jedes Szenario, wie Sie konkret die entsprechende Krise erfolgreich bewältigen würden (bitte zu Papier bringen). Bereits diese Simulation wird Ihnen wichtige Erkenntnisse bringen, für künftige Krisen besser gerüstet zu sein. Es stellt sich dabei ein wichtiger Nebeneffekt ein: Sie erkennen, dass trotz Krise das Leben weitergeht und Sie – wenn auch vielleicht eingeschränkt – trotzdem glücklich und erfolgreich Ihr Leben gestalten können.

UNTERNEHMERTUM
… ist nur eingeschränkt mit dem Begriff „Arbeitsplatzsicherheit“ vereinbar. Als Unternehmer gehen Sie strategisch vor und haben kontinuierlich Kundenbedürfnisse im Blick. Da Ihre drei Kapazitätsfaktoren (Zeit, Energie und Geld) begrenzt sind, wägen Sie ständig Aufwand und Nutzen gegeneinander ab. Sie analysieren Ihre Umgebung mit unternehmerischem Blick und überlegen sich, in welche spannenden und lohnenden Projekte Sie investieren wollen. Da Sie wissen, dass ein erfolgreicher Unternehmer fortwährend investiert, setzen Sie einen beträchtlichen Teil der Gewinne und Einnahmen in weitere lohnenswerte Vorhaben ein. Sie haben ein ausgeprägtes Gespür für profitable Geschäfte. Im Laufe der Zeit steigt die Anzahl Ihrer Investments und damit schrittweise auch die entsprechenden Renditen. Akquisition, Marketing und Verkauf (ob von Produkten oder Leistungen) stehen ganz oben auf Ihrer To-do-Liste. Sie haben entsprechende Kenntnisse erworben, die Ihnen nun helfen, erfolgreich zu vermarkten, zu verkaufen und lukrative Verträge zu schließen. Sie bringen vorwiegend Produkte/Leistungen auf den Markt, die andere Menschen nützlich finden. Sie sind davon überzeugt, dass Probleme per sé nichts Schlechtes sind, sondern vielmehr die Keimzelle von Gutem enthalten. Denn Probleme bedürfen Lösungen. Und diese Lösungen können Sie liefern. Ein Auge haben Sie auch immer in die Zukunft gerichtet. Sie versuchen Trends abzuleiten und künftige Entwicklungen vorauszusehen. Das versetzt Sie in die Lage, Ihr gegenwärtiges Handeln erfolgreich anzupassen, um Ihre „Zukunftsfähigkeit“ zu steigern. Eine Verbesserungs“brille“ rundet Ihren unternehmerischen Blick ab. Regelmäßig fragen Sie sich, „Was kann ich besser machen?“ und streben nach Innovation.

MUT
…ist mit Vorwärtsgehen und Proaktivität verbunden. Courage brauchen Sie, um Ihre Komfortzone zu verlassen. Auch größere Widerstände sollten Ihr gestecktes Ziel nicht beeinflussen. Sie stehen zu Ihrer einmal getroffenen Entscheidung und halten daran fest. Sie verstärken bewusst Ihre Anstrengungen, um Ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Bildlich gesprochen geht es für Sie darum, „eine Schlucht oder einen Abgrund zu überspringen“. Sie wissen nicht genau, ob es Ihnen gelingen wird, sind jedoch sicher, dass es wichtig ist und dass Sie Energie und Entschlossenheit benötigen, um den Sprung erfolgreich durchführen zu können. Diese benötigte Energie haben Sie tagtäglich durch gesunde Ernährung und viel Sport angehäuft, da viel „Power“ benötigt wird, Mut aufzubringen und „den Sprung zu wagen“.
Kritische Stimmen sind Ihr ständiger Wegbegleiter und nach Ihrer eingehenden persönlichen Abwägung des Für und Wider Ihrer Überlegungen bleiben Sie bei Ihrer getroffenen Entscheidung. Glauben Sie weiterhin an sich und bleiben Sie positiv eingestellt. Somit können Sie zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Wie können Sie kalkulierter „ins Risiko gehen“, unternehmerisch auftreten und Mut beweisen, während Sie kraftvolle Entscheidungen treffen?
Nehmen Sie einen Schluck aus der „RUM-Pulle“ und geben Sie sich bei Bedarf im neuen Jahr einen Kick in Richtung Glück und Erfolg.

Zum Schluss noch ein Lesetipp für Sie:
„Die Kunst des Feuermachens. Motiviert leben, unternehmerisch denken, tatkräftig handeln.“ von Lutz Langhoff

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Im Großkonzern (als Mitarbeiter) überleben

K. kam endlich im Schloss an. Dort fand er unzählige Flure, Treppen und Büros vor. Viele Menschen liefen aufgeregt umher, überranten einander fast. K. fragte mehrmals um Hilfe und versuchte das Gesuch, wegen dem er gekommen war, anzubringen. Doch es war vergebens. Keiner war bereit ihm zuzuhören. K. setzte sich erschöpft in eine Flurecke des Schlosses, noch immer völlig ignoriert von den Menschen, die um ihn herumwuselten.
„Ich bin verloren, ohne Orientierung. Ich kenne hier niemanden und keiner mag mir helfen. Was kann ich nur tun?“.
K. verfiel in eine tiefe Depression, ohnmächtig und unfähig sein Schicksal aktiv zu beeinflussen
.“
(in Anlehnung an „Das Schloss“ von Franz Kafka)

Sind Sie vielleicht ein verzweifelter (oder zumindest unglücklicher) Mitarbeiter eines großen international tätigen Unternehmens? Und finden Sie sich in den obigen Zeilen aus Kafkas berühmten Buches wieder? Einige Antworten auf Ihre Fragen können Sie den drei Tipps unten entnehmen, nach dem Motto „Wie überlebe ich als kleine Ameise in einer Ameisenarmee?“.

Interne Arbeitsmarktfähigkeit
Für nahezu jeden von uns im Wirtschaftsleben gilt es, die eigene Marktattraktivität kontinuierlich auf einem hohen Level zu halten. Der Mitarbeiter eines Großkonzerns hat dafür Sorge zu tragen, dass er einen produktiven Arbeitsbeitrag erbringt, der zu Philosophie und Zielen des Unternehmens passt. Die Frage ist: Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Attraktivität für andere im Unternehmen konstant hoch bleibt?
Sie könnten, als Mittel der Wahl, eine Führungskarriere anstreben. Führungskräfte sind üblicherweise mit Macht ausgestattet und üben daher eine natürliche „Attraktivität“ auf andere aus. In Zeiten immer flacher werdender Hierarchien könnte dies jedoch ein wenig effektiver Weg sein. Faktische Macht zählt in der modernen Arbeitswelt immer weniger. Wenn alle Mitarbeiter sehr selbstorganisiert vorgehen und gut miteinander vernetzt sind, wozu ist dann konventionelle Macht nach altem Vorbild noch nützlich? Ein vielversprechenderer Weg ist es, als Experte für bestimmtes Erfahrungswissen zu gelten und sich darüber im Unternehmen einen Ruf aufzubauen. Dies kann für bestimmte Geschäftsprozesse, neue Technologien oder Methoden gelten. Bedingung ist natürlich: es muss eine Expertise sein, die voraussichtlich (kurz- bis mittelfristig) von anderen in der Firma aktiv nachgefragt wird. Ob Sie ein IT-Entwickler mit tiefgehendem Java-Wissen, eine Krankenschwester mit Spezialisierung auf Krebspatienten oder ein Feuerwehrmann mit unzähligen erfolgreichen Einsätzen werden, immer geht es für Sie darum, gute Antworten auf die folgenden zwei Fragen zu finden: 1. Welche Services und unterstützenden Leistungen benötigen die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen (aka Ihrer Community aka Ihrem Bereich) voraussichtlich in nächster Zeit? und 2. Das was Sie aktuell anzubieten haben: Wie gut erfüllt das die Frage #1 derzeit? Wenn nur unzureichend: Was müssten Sie ändern oder verbessern, um Ihre Kollegen besser unterstützen zu können?

Und auch wenn Hierarchien in der modernen Arbeitswelt flacher werden und klassische Führung weniger notwendig wird, ist es noch immer eine gute Idee, sich zu fragen: Was könnte ich tun, um meinen Vorgesetzten darin zu unterstützen, seine Reputation im Unternehmen zu verbessern? Wenn Sie mutig sind, gehen Sie sogar einen Schritt weiter und fragen ihn/sie ganz einfach: „Wie kann ich dich in nächster Zeit so unterstützen, damit deine Reputation in diesem Konzern sich weiter verbessert?“ Die Antworten, die Sie erhalten, werden Ihnen wertvolle Hinweise darauf geben, wie Sie sich weiterentwickeln können.

Vielfältig netzwerken
Sobald Sie bei einer sehr großen Firma (sagen wir über 100.000 Mitarbeiter) beginnen, kann allein die Größe der Organisation auf Sie überwältigend und einschüchternd wirken. Reduzieren Sie Ihr Unbehagen durch folgende Fragen:

  1. Angenommen, Sie beabsichtigen, einige Zeit in diesem Unternehmen zu arbeiten: Zu welchen Entscheidungsträgern, die Einfluss auf Sie und/oder Ihre unmittelbare Arbeitsumgebung haben, sollten Sie vorrangig eine Beziehung aufbauen?
    Nehmen Sie in den Kreis um Ihren Vorgesetzten auch die Bereiche Personal- und IT-Abteilung mit auf. Diese Bereiche liefern Ihnen u.a. die Instrumente, um Ihre tägliche Arbeit zu erfüllen und es ist sehr hilfreich, Kollegen aus der HR und IT gut zu kennen.
  2. Angenommen, die erfolgreichsten Mitarbeiter Ihrer Firma verfügen über die besten Netzwerke: Wie können Sie Kontakte zu Mitarbeitern über verschiedene Abteilungen und Hierarchieebenen hinweg knüpfen und so nützliche Arbeitsbeziehungen aufbauen?

Wenn Sie noch am Anfang Ihrer Konzernkarriere stehen, kann es sehr nützlich sein, einen Mentor an die Seite gestellt zu bekommen. Dies ist idealerweise eine Person, die in der Organisation bereits sehr gut vernetzt ist und die über Coachingexpertise verfügt, um Sie als Mentor zielführend unterstützen zu können. Wer in Ihrer Firma könnte eine solche Person sein? Zögern Sie nicht, aktiv nachzufragen, notfalls in der Personalabteilung. Eine der wichtigsten Personalaufgaben in jedem Konzern sollte sein, ein funktionierendes Mentoring-Netzwerk zu etablieren, von dem letztendlich alle profitieren.

Ähnlich wie Mentoring: Halten Sie nach Rollenvorbildern Ausschau. Welches sind die Verhaltensweisen, die Sie an Kollegen und Führungskräften besonders bewundern (und die Sie vielleicht sogar etwas neidisch machen)? Rücken Sie den Mitarbeitern ein wenig „auf die Pelle“, lernen Sie von ihnen und integrieren Sie das Gelernte in Ihre eigene ganz persönliche Art, anderen gegenüber aufzutreten.

Mit Veränderungen in Konzernen umgehen
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Abläufe in global agierenden Unternehmen oft sehr komplex sind. Die Erfüllung interner Auflagen (Compliance) ist häufig bestimmend und Durchlaufzeiten selbst für einfachste administrative Prozesse (wie Reisegenehmigungen oder Kauf neuer IT-Ausrüstung) können schmerzhaft lang sein. Als Mitarbeiter eines Konzerns benötigen Sie Ausdauer und Geduld, wenn Sie erfolgreich Veränderungen bewirken wollen. Ein einfacher Strategie-Dreisatz kann hierbei hilfreich sein: „Change it – Love it – Leave it“. Immer wenn Sie kurz davor stehen, eine Veränderung im Großunternehmen anzustoßen, sollten Sie sich fragen, ob der erwartete Nutzen schwerer wiegt als der einzusetzende Aufwand (wenn nicht, lassen Sie die Finger davon!).

Mitarbeiter, die in einem Großunternehmen anfangen, bilden oft sehr zügig eine zähe und schwer zu durchdringende Komfortzone um sich herum, auch aus dem Gefühl heraus: „Ich bin ja nur ein kleines Rädchen in einer großen Maschinerie!“ Trägheit macht sich schnell breit.
Wenn Sie sich in dieser Arbeitsumgebung vorgenommen haben, etwas zu verändern, müssen Sie sich auf aktiven oder passiven Widerstand einstellen. Gegner der Veränderung erkennen Sie gewohntermaßen an der Verwendung üblicher Killerphrasen wie: „Das haben wir noch nie so gemacht!“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht!“ oder auch „Da könnte ja jeder kommen!“. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen.

Für jegliche Transformation, die Sie anstoßen möchten, benötigen Sie insbesondere drei Qualitäten: Fokussierung (auf Ihre wesentlichen Ziele unter Ignoranz aller anderen unwichtigen Punkte), Mitgefühl (um die Perspektive der verschiedenen beteiligten Mitarbeitergruppen in der Veränderung einnehmen zu können) sowie Hartnäckigkeit (um Ihre Ziele im Auge zu behalten, auch wenn sich temporär vielleicht Rückschläge einstellen mögen).

Wenn Sie die oben genannten Tipps in Ihr künftiges Vorgehen integrieren, bin ich mir sicher, werden Sie wesentlich erfolgreicher in Ihrem Konzern vorgehen und eine Karriere entwickeln, die vielversprechend und von Sinnhaftigkeit geprägt ist.

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!

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Das Frühwarnsystem Ihrer Karriere

Warren Schmidt hatte das Ende seiner langen Karriere als Angestellter im Versicherungsbereich erreicht. Er saß nun in seinem leergeräumten Büro, zwölf aufeinandergestapelte Kartons schauten ihn traurig aus der Ecke des Raumes an. Schmidt starrte bereits seit einer knappen Stunde an die Wand, an der eine Uhr hing. Es war 16:58 Uhr. Die letzten zwei Minuten seines Arbeitslebens brachen an.
„Was habe ich eigentlich tatsächlich erreicht?“, fragte sich Schmidt. „Was hinterlasse ich?“
Ein dumpfes, unangenehmes Ziehen in der Magengrube verriet ihm, dass er wohl nicht das Arbeitsleben hinter sich hatte, dass erfüllend und von Erfolg und Glück geprägt war.
Warum hatte er die Zeichen nicht früher erkannt? Und warum hatte er nicht am Anfang seiner Karriere damit begonnen, die kritischen Erfolgsfaktoren seiner Arbeit zu definieren und sich konsequent daran auszurichten?
Nun war es zu spät. Schmidt erkannte, dass sein Arbeitsleben einem Fragment aus vielen zusammenhangslosen und löchrigen Teilen ähnelte. Da dämmerte es ihm. „Ich habe einen großen Fehler gemacht“, sagte er.
(in Anlehnung an die erste Filmszene in „About Schmidt“ mit Jack Nicholson)

Ging es Ihnen einmal ähnlich wie Warren Schmidt in oben geschilderter Filmszene? Hatten Sie schon einmal im Arbeitsleben das Gefühl, dass gerade irgendetwas schief läuft, ohne dass Sie genauer benennen konnten, um was es sich handelte?

In solchen Situationen ist es nützlich, ein „internes Radarsystem“ zur Verfügung zu haben, dass Sie darin unterstützt, Probleme frühzeitig zu erkennen. Ich nenne es ein „Karriere Frühwarnsystem“. Dieses etablieren Sie in den folgenden fünf Schritten:

  1. Fragen Sie sich: „Was sind die kritischen Erfolgsfaktoren meiner Arbeit?“ (bzw. „Was muss gegeben sein, damit ich in meiner Arbeit erfolgreich und erfüllt sein kann?“). Lassen Sie sich mit den Antworten Zeit. Achten Sie eher auf Qualität denn auf Schnelligkeit in der Beantwortung dieser wichtigen Frage.
  2. Schreiben Sie dann Ihre kritischen Erfolgsfaktoren auf.
    Auf Papier entwickeln diese eine stärkere Wirkungskraft für Sie.
  3. Fragen Sie sich zu jedem einzelnen Faktor auf einer Skala von 1 (gar nicht, sehr schwach) bis 10 (sehr, sehr stark): Wie gut wird der Faktor aktuell von mir in meinem Arbeitsleben berücksichtigt?
  4. Für jeden Faktor, den Sie auf der Skala bei 7 oder niedriger einschätzen, entwerfen Sie dann lösungsorientierte Ideen, die den Faktor auf der Skala weiter in Richtung 10 bringen.
  5. Integrieren Sie die im vierten Schritt entworfenen Ideen in Ihren Arbeitsalltag und nehmen Sie die Skaleneinschätzung Ihrer persönlichen Erfolgsfaktoren künftig regelmäßig vor.

Brian Tracy, der das großartige Buch „Thinking Big“ schrieb, inspirierte mich zu dieser einfachen 5-Schritt-Routine, um immer mal wieder zu reflektieren, wie gut ich eigentlich die Erfolgsfaktoren meiner Arbeit berücksichtige.

In meiner Arbeit als Veränderungsberater und Coach habe ich beispielsweise die folgenden drei Erfolgsfaktoren identifiziert:

  • „Kontakt und Nähe“: Kontinuierlich mit meinen Kunden in Kontakt kommen und ihnen nahe sein. Aus der Zusammenarbeit Informationen über ihre Bedürfnisse und Wünsche erhalten, um so für sie passende Beratungsleistungen zu entwerfen.
  • „Lernen und Inspiration“: An Schulungen, Netzwerktreffen und Messen teilnehmen und Fachmagazine studieren, um Inspiration zu gewinnen und neueste Trends aufzunehmen. Alles mit dem Ziel, mein Methodenwissen und Leistungsportfolio zu erweitern.
  • „Ergebnisse und Nutzen“: Ergebnisse produzieren (idealerweise täglich) wie beispielsweise Einzelcoachings oder Teambuildings. Meine Kunden regelmäßig um Einschätzung bitten, wie nützlich mein Beitrag für sie war.

Wenn ich diese drei Faktoren regelmäßig auf der Skala einschätze, kann ich mich besser auf das Essenzielle meiner Arbeit fokussieren. Dies wiederum erhöht meine Wirkung und Effektivität.

Jack möchte wissen:
„Was sind die kritischen Erfolgsfaktoren Ihrer Arbeit?“

Ich ermutige Sie hiermit, mehr über die eigenen persönlichen Erfolgsfaktoren Ihrer Arbeit herauszufinden, um so effektiver zu werden und noch mehr Wirkung zu entfalten.
Viel Erfolg!

Wie kommen Sie stärker aus Ihrer Komfortzone? Bitte hier weiterlesen

Wirkung erzielen

Ich streckte meine Hand aus. Über viele Kilometer entfernt regte sich Mjölnir, mein enger Vertrauter und  kam zu mir geflogen. Das Gefühl, ihn wieder in meiner Hand zu spüren, war wunderbar. Ich wuchtete den Hammer in die Luft und schlug ihn mit einem Krachen auf den Boden. Die Wirkung war enorm.
Thor, Gott des Donners

Haben Sie sich jemals mal gefragt, ob oder warum Ihr Leben mittelmäßig ist? Oder ist Ihnen an anderen aufgefallen, dass ihr Verhalten oder Ihre Leistungen bestenfalls durchschnittlich waren? Für mich sind dies immer wieder hervorragende Gelegenheiten, um darüber zu reflektieren, wie mein Leben noch sinnvoller sein könnte.

In der Art, wie wir den Alltag bestreiten oder mit anderen kommunizieren, sollten wir uns vor allem darauf fokussieren, wie wir eine möglichst hohe Wirkung erzielen können.
In meinen Coachingsessions beginne ich mitunter mit folgender Frage: „Welches ist aktuell deine größte Herausforderung, die – wenn sie gelöst wäre – alles andere weniger dringlich und nötig machen würde?„.
Dies ist eine Methode, die ich mir bei Gary W. Keller abgeschaut habe, aus seinem interessanten Buch „The ONE Thing“. Es läuft bei Keller darauf hinaus, dass wir in allem was wir tun, uns stets zu Beginn die obige Frage stellen sollten. Ob im Alltag, in der Kommunikation mit anderen oder in der Verfolgung persönlicher Ziele.

Wenn wir beginnen, uns diese Frage öfter zu stellen, stellen sich vier verschiedene positive Effekte ein:

  1. Wir ändern von Anfang an den Rahmen unserer Betrachtungsweise. Wir fangen GROß an. Es wird für Sie schwierig werden, Durchbrüche zu erzielen oder große Erfolge zu erringen, wenn Sie zu klein denken. Erweitern Sie Ihren Horizont und blasen Sie ihre Träume auf wie einen Ballon. Lesen Sie mehr über diese Methode in diesem Blogartikel.
  2. Indem Sie sich den großen Herausforderungen von Anfang an widmen, vermeiden Sie in den vielen kleinen unnötigen Dingen des Lebens abzutauchen und sich zu verlieren, jene, die nur wenig wirklichen Nutzen für Sie haben (wie beispielsweise das Verfolgen von Katzenvideos auf Youtube).
  3. Sie verlassen Ihre Komfortzone und begeben sich in ein Terrain, dass für Sie vielleicht ungewohnt und neu sein mag, dass jedoch mit Erfolg, Glück und vielleicht sogar großer Anerkennung lockt.
  4. Sie erhalten endlich die Aufmerksamkeit Ihrer Mitmenschen und, zügig zum springenden Punkt kommend, erhalten Sie Zugang zu den Themen, welche die anderen wirklich bewegen. Dies bedingt natürlich, dass Sie im Vorfeld eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut haben.
    Wenn Sie so vorgehen, können Sie sicher sein, dass andere Sie öfter als bisher wahrnehmen. Alles was sie hierfür tun müssen, ist, die richtigen Fragen zu stellen.

Ich ermutige Sie hiermit, Ihren ganz persönlichen Mjölnir in die Hand zu nehmen und ihn zu gebrauchen, damit Sie eine Wirkung erzielen, die sowohl Sie selbst als auch andere positiv überrascht und begeistert. Ihre großen persönlichen Träume bereichern das Leben Ihrer Mitmenschen, inspirieren und bewegen uns, Sie unterstützen zu wollen.

Hinterlassen Sie einen prägenden Eindruck und teilen Sie Ihre großen Träume mit der Welt!

Thor hat gesprochen.

Wähle dein Spielfeld bewusst

Stellen Sie sich vor, Sie lägen auf dem eigenen Totenbett. Nur wenige Stunden bevor Ihre Seele Ihren eigenen Körper verlässt, ziehen Sie Bilanz über Ihr gesamtes Leben. Wie wird diese ausfallen?
Werden Sie vielleicht sehr zufrieden sein und bestätigen können, dass Sie ein Leben voller Reichtum, Glück und Anerkennung geführt haben?
Oder werden Sie sich eher unzufrieden und traurig fühlen, im Angesicht vergangenen Unglücks und ausgebliebenem Erfolg?

Gary Keller hat in seinem wunderbaren Buch „The ONE THING“ treffend beschrieben, dass Sie jegliche geplante Aktivität bewusst so skalieren können, dass es Ihnen gelingen kann, ein Leben mit mehr Erfolg, Bedeutung und Freude zu führen.

Hierzu ist es nützlich, dass Sie sich vier verschiedene Bereiche vorstellen, in denen Sie eine gedankliche Skalierung einer geplanten Aktivität vornehmen:

  • Ausführbar: Das ist im Bereich Ihrer Möglichkeiten, Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen. Sehr wahrscheinlich für Sie erreichbar.
  • Strecken: Das ist für Sie machbar, jedoch mit hohem Aufwand verbunden.
  • Eine Möglichkeit: Das liegt sehr weit außerhalb Ihrer Komfortzone. Es ist aktuell unklar, wie Sie genau dahin kommen könnten. Die Lösungswege zu diesem Ziel werden für Sie völlig neu sein.
  • Ein Wunder: Ein abenteuerlicher Traum für Sie. Gelänge Ihnen das, würden Sie viele Menschen in der Welt positiv beeinflussen und einen klaren Fußabdruck in der Welt hinterlassen. Etwas „Wunderbares“ würde geschehen.

Mit dieser einfach ausführbaren Übung kann es gelingen, dass die eigene Perspektive von „klein-klein“ hin zu großen, visionären Ideen zu verschieben.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel.
Stellen Sie sich eine Person vor, die Frisör werden möchte und ganz am Anfang der eigenen Karriere steht. Die erwähnte Übung könnte für diese Person wie folgt ausfallen:

  • Ausführbar: Ich mache eine Frisörlehre und arbeite als Frisör in einem Kleinbetrieb.
  • Strecke mich: Ich werde Frisörmeister und gründe einen eigenen Betrieb.
  • Möglichkeit: Ich führe eine bundesweit agierende Frisörkette mit einer Belegschaft von über 500 Personen.
  • Wunder: Ich frisiere Staatsoberhäupter und Wirtschaftsbosse. Ich bin mit Frisierprodukten Millionär geworden und unterstütze viele Hunderttausende Menschen, ein besseres Selbstbewusstsein über gut frisierte Haare zu erhalten.

Sehen Sie den Unterschied zwischen den einzelnen Skalierungsstufen?

Probieren Sie es selbst aus und werden Sie visionär!

Viel Erfolg,
Ihr Matthias von Mitzlaff

Die richtige Frage

Nachdem er sein gesamtes bisheriges Leben in einem Palast großgezogen wurde, abgeschirmt von den Nöten und Problemen der wirklichen Welt, gelang es Siddharta Gautama einmal den Palast zu verlassen. Sofort fielen ihm zwei Dinge auf: ein alter Mann, der offensichtlich sehr krank war und ein toter Menschenkörper, der auf der Straße lag. Gautama, der später als „Buddha“ weltberühmt werden sollte, fragte sodann den Fahrer seiner Rikscha, wer auch noch hierunter – Krankheit und Tod – zu leiden hätte. Die Antwort des Fahrers überraschte Buddha: „Jedem, mein Herr, jedem geschieht dies.“
In der Folge dieses Erlebnisses begann Buddha sein bisheriges Leben intensiv infrage zu stellen. Dies wiederum führte dazu, dass er seinen Palast für eine lange Weltreise verließ, um zu lernen und die Botschaft eines friedfertigen Lebens in Harmonie mit der Welt zu verbreiten.

 

Diese kurze Anekdote zeigt uns, wie wichtig es ist, die richtigen Fragen zu stellen. Haben Sie es jemals erlebt, eine kleine hartnäckige Stimme im Hinterkopf zu haben, die ständig wiederholt: „Warum tust du das eigentlich? Ist das wirklich nötig? Ist es überhaupt nützlich für dich oder für andere?“.
Was haben Sie dann mit dieser Stimme gemacht? Haben Sie sie ignoriert oder ernst genommen?

Immer wieder mal macht es in unserem Leben Sinn, bewusst runterzukommen, die „eigenen Systeme mal komplett herunterzufahren“ und über die wirklich wichtigen Fragen im Leben nachzudenken. Fragen die unser Leben, unsere Werte, unser Schicksal fundamental beeinflussen.

Fragen wie

  • Was ist meine Bestimmung?
  • Was verleiht meinem Leben Bedeutung?
  • Was muss passieren, damit ich ein erfülltes Leben führe?
  • Warum tue ich eigentlich das, was ich gerade tue?

können Sie zu der inneren Weisheit führen, die tief in Ihnen schlummert.

Die Kunst besteht für Sie darin, in den Antworten auf obige Fragen jene Wahrheit zu finden, die für Sie relevant ist. Diese Wahrheit zeigt sich jedoch üblicherweise nicht über Nacht. Vielmehr dauert es oft viele Jahre bis Antworten gefunden werden, die Sie individuell zufriedenstellen.

Hierfür ist es hilfreich bewusst Ort und Zeit zu reservieren, damit es Ihnen leichter fällt die richtigen Antworten zu entdecken. Hiermit meine ich: Wählen Sie einen Ort an dem Sie tiefe Ruhe finden können (draußen in der Natur, in einem Kloster oder auf einem hohen Berg). Und wählen Sie einen Zeitraum, der es Ihnen ermöglicht von alltäglichen Belastungen und Anfragen völlig entbunden zu sein.

Vertrauen Sie Ihrem Unterbewusstsein, Einsichten zu kreieren, die für Sie bedeutsam sind und die den Schlüssel für künftige Weiterentwicklung und Erfolg beinhalten. Alles was es braucht sind ein passender Ort, etwas Zeit, Bereitschaft und Geduld, die Antworten vom Meeresboden Ihres unterbewussten Ozeans an die Oberfläche Ihrer klaren Aufmerksamkeit aufsteigen zu lassen.

Die Wahrheit, Ihre Wahrheit war schon immer da. Sie erschien vielleicht wie ein scheues Reh, das sich im Schutze der Dämmerung aufhielt, auf einen vertrauensvollen Impuls von Ihnen wartend. Mit einer bewussten offenen Einladung gelingt es Ihnen vielleicht das Reh hervorzulocken, aus der Dämmerung auf die offene Lichtung des Waldes Ihrer Gedanken. Und wenn sich dieses scheue Tier Ihnen erst einmal gezeigt hat, macht es Ihnen wiederum vielleicht ein wunderschönes Geschenk – Erkenntnis und einen unmittelbaren Zugang zu Ihren tiefen Sehnsüchten.

Überquere den Rubikon

Heute ist ein wunderschöner Januartag. Ein Tag, an dem vielleicht mein Schicksal geformt wird.
Die Feiglinge des römischen Senats haben in meiner Abwesenheit beschlossen, dass ich mein Heer entlassen und mein Imperium [Befehlsgewalt für Gallien und Illyrien] niederlegen solle, ehe ich erneut für das Konsulat kandidieren dürfe. Ich habe mich nach reiflicher Entscheidung dazu entschlossen, dem nicht folge zu leisten und meine Truppen vielmehr über den Rubikon in Richtung Rom zu führen. Mir ist bewusst, dass dies einer Kriegserklärung an den Römischen Senat gleichkommt und ich mich der Todesstrafe aussetze. Ich will dieses Risiko jedoch eingehen. Es gibt nun kein Zurück mehr für mich. Alea iacta est.

Julius Caesar

Wenn Sie erst einmal Ihren persönlichen Rubikon überschritten haben, gibt es kein Zurück mehr. Deshalb frage ich Sie:

  • Welches sind die Entschlüsse und Ziele für 2018, die Sie in einer Weise verändern werden, dass Ihr Leben nicht das vorherige sein wird?
  • Welche Ihrer Ziele sind es wert, alle „Brücken hinter Ihnen abzubrechen“?
  • Können Sie voraussehen, dass sie ein gänzlich anderer sein werden, wenn Sie den Rubikon überschritten haben? Was wird in Ihrem Auftreten, Ihrem Verhalten anders sein? Und welche Veränderungen wird Ihre Umwelt an Ihnen bemerken?

Unser Leben ist voller Gewohnheiten.
Gelingt es Ihnen, immer mal wieder ein Rubikon-überschreiten-Ritual durchzuführen, wird das Ihr Leben aufregender und einzigartiger machen. Auch entwickeln Sie Qualitäten wie Mut und Entschlossenheit, was Sie zu einer wertvollen Personlichkeit macht.

Damit ein solches Ritual erfolgreich ist, benötigen Sie

  • Einen zwingenden Grund für die Veränderung (ob als Teil eines „Schmerzes“, den Sie künftig vermeiden wollen oder als Teil von etwas Wunderbarem, das mit einer tiefen Sehnsucht verbunden ist)
  • Eine Vision dessen, was am Ende Ihrer Reise in das Unbekannte liegt. Ein Bild von dem, was Sie erreicht haben, wenn die Reise beendet ist.
  • Eine Umgebung, die so ausgelegt ist, dass es Ihnen nicht möglich ist, zurückzugehen.
  • Ein Plan für die ersten Schritte in „unberührtes Land“.
  • Hilfreiche Glaubenssätze für die Reise, die Sie motivieren und „bei der Stange“ halten (Psychologie ist mit das Wichtigste auf Ihrem Weg!).

Wenn Sie sich eines Tages dazu entscheiden, einen Rubikon zu überschreiten, seien Sie mutig, bleiben Sie „im Geiste offen“ und behalten Sie Ihr Ziel stets im Blick.
Viel Glück!

Als sie sich in einen Schmetterling verwandelte, sprachen die Raupen nicht von ihrer Schönheit, sondern davon, wie merkwürdig sie aussah. Sie wollten, dass sie sich in das zurückverwandelte, was sie früher einmal war.
Aber jetzt….konnte sie fliegen.

Dean Jackson

El Dorado

Vor 92 Jahren ist ein Mann namens Percy Fawcett während einer Expedition mit seinem ältesten Sohn im Dschungel Südamerikas spurlos verschwunden. Der Engländer Fawcett hatte bereits 1906 begonnen, Unternehmungen in den Süden Amerikas durchzuführen. Seitdem – und bis zu seinem vermutlichen Tod in 1925 – hat er nie aufgehört, nach seinem „El Dorado“ zu suchen, denn er war überzeugt, dass es diese verschollene Stadt im Dschungel tatsächlich gibt. Tatsächlich hat er diese Stadt nie gefunden. Hartnäckig halten sich überlieferte Erzählungen, dass es ein El Dorado gibt, in den Tiefen des brasilianischen Dschungels. Bislang ist diese sagenumwobene Stadt jedoch noch nicht gefunden worden.

Wir können vom Leben des Percy Fawcett viel für unser eigenes Schicksal lernen. James Gray, ein Regisseur, wurde von Fawcetts Lebensgeschichte inspiriert, einen Film mit dem Titel „The Lost City of Z“ zu drehen. Der Film kam 2016 mit den Schauspielern Charlie Hunnam als Fawcett und Sienna Miller als seiner Frau Nina in die Kinos. Percy Fawcett hatte vor über 100 Jahren enorme übermenschliche Anstrengungen unternommen, um Ressourcen und Budgets bewilligt zu bekommen, die Grundlage seiner Dschungelreisen waren.

Gegen Ende des erwähnten Kinofilms gibt es eine Szene, in der Verwandte und gute Freunde der beiden Eheleute zusammenkommen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt erhebt sich Fawcetts Frau, Nina, und hält eine kurze Rede. Die folgenden Worte sind von ihr direkt an ihren Ehemann gerichtet: „Ich habe diesen kurzen Text vor einem halben Jahr geschrieben, als zu befürchten war, dass ich als Konsequenz der Geburt sterben würde. Lieber Percy, Ich weiß, dass dein erster Instinkt eine tiefe Trauer sein wird, aber ich bitte dich: Kümmere dich vor allem um unseren neugeborenen Sohn und gebe ihm die Liebe, die er so dringend braucht. Ich wusste immer, dass es ein Sohn werden wird. Lehre ihn zu träumen, das Unbekannte zu erforschen und nach dem Ausschau zu halten, was Schönheit ausmacht. Und ich bitte dich, erinnere dich an die Worte, die so schnell vergessen sind: Des Menschen Streben sollte mehr sein, als er mit Händen greifen kann. Zu was wäre sonst der Himmel da? Mein geliebter Ehemann, auf immer und ewig.“

Und diesen Artikel beendend, lade ich Sie nun ein, eine Verbindung zu schaffen von Percy Fawcetts Lebensgeschichte und dem von Robert Browning stammenden Zitat zu Ihrer eigenen Geschichte.
Ich frage mich, was möglicherweise die folgenden Fragen bei Ihnen auslösen:

  • Was ist Ihre persönliche „verlorene Stadt im Dschungel“, Ihr El Dorado?
  • Was ist die Essenz einer tiefen in Ihnen verborgenen Sehnsucht, die bisher noch nicht an die Oberfläche gedrungen sein mag?
  • Welches sind die Ziele Ihres Lebens, die Sie noch nicht verfolgt haben, da Sie diese als unrealistisch abgetan haben?

Hiermit ermutige ich Sie niemals aufzuhören zu träumen. Erhalten Sie sich Ihre Fantasien und erlauben Sie niemandem, diese zu verbieten oder klein zu machen. Es ist Teil meiner Überzeugung, dass Sie es verdient haben, Ihre Visionen wahr werden zu lassen und jeden kleinen Erfolg dort hin zu feiern und zu genießen. In diesem Sinne: Wagen Sie sich auf eine Expedition zu den verschollenen goldenen Städten Ihres Lebens!

Sommer der Liebe

„…All across the nation, such a strange vibration
People in motion
There’s a whole generation with a new explanation
People in motion, people in motion…“
(San Francisco, Scott McKenzie)

Vor circa vierzig Jahren entstand ein globales Phänomen, das später als “Sommer der Liebe” in die Geschichte einging. Millionen junger Menschen teilten auf einmal einen Blick auf die Welt, der von Frieden, Gemeinschaft und Freiheit geprägt war.

Es ist genau dieses Gefühl, das ich als Hintergrund für diesen kurzen Artikel nutzen möchte.

Sie sind vielleicht ebenfalls gerade von einem sehr angenehmen längeren Sommerurlaub zurückgekehrt, ob mit Familie oder Freunden oder allein. Als Sie zurückkamen stellten Sie vielleicht fest, dass sehr viel Arbeit und unzählige Alltagssorgen auf Sie warten und auf einmal waren all die süßen Gefühle der Erholung und Freiheit plötzlich verschwunden.

So muss es nicht sein. Ich möchte Ihnen Mut machen, ein paar meiner 5 Tipps auszuprobieren, um den angenehmen Zustand des Urlaubs ein wenig zu verlängern und aufrecht zu erhalten. Was Sie konkret tun können:

  1. Setzen Sie sich im Alltag visuelle Anker, die Sie an die tolle Zeit erinnern, die Sie im Urlaub hatten. Beispielsweise ein Bildschirmschoner mit Ihren Urlaubslieblingsfotos oder ein Bilderrahmen am Arbeitsplatz mit einem netten Schnappschuss von Ihnen an einem exotischen Ort. Beides kann Ihnen als Sichtanker dienen, damit – wenn Sie das Bild betrachten – sofort all die schönen Gefühle wieder aufsteigen, die Sie damals erlebten.
  2. Blocken Sie in Ihrem Kalender regelmäßig Erholungszeiten, die Sie vielleicht MWZs nennen wollen: Mini-Wellness-Zeiten. Hierfür sind zwei Regeln unerlässlich: in diesen Zeiten sollten Sie völlig ungestört sein. 2. Sie sollten etwas machen, dass gesund für Sie ist und einen positiven Einfluss auf Ihre Lebens-Arbeits-Balance hat.
  3. Befreien Sie sich von möglichst vielen Dingen, die mit dem Gegenteil von Entspannung und persönlicher Freiheit verbunden sind. Dieses Gesundschrumpfen wird es Ihnen leichter machen, mehr der Gefühle zu erleben, die Sie damals in diesem tollen Urlaub genossen haben.
  4. Erinnern Sie sich im Geiste an Ihren damaligen Urlaub. Vielleicht als Teil einer kurzen täglichen Meditation gehen Sie auf eine imaginäre Spazierreise an die Orte, die Sie damals im Urlaub so schön fanden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass unser Körper auf bewusst herbeigeführte Erinnerungen reagiert, egal ob die Erinnerungen positiv oder negativ waren. Schon eine kurze Fantasiereise kann Ihnen viele angenehme Gefühle vermitteln, was wiederum zu mehr Erholung und innerem Frieden für Sie führt.
  5. Planen Sie Ihren nächsten Urlaub. Das ist, was meine Frau üblicherweise oft und gerne tut, am liebsten kurz nach der Rückkehr aus dem Urlaub. Es gibt Ihr ein tolles Gefühl zu wissen, wo es als nächstes hingeht und die Vorfreude gibt ihr gute Laune.

Wie Sie sehen gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihren angenehmen Urlaub ein wenig verlängern können. Selbst wenn Sie wieder in den Arbeitsprozess eingespannt sind.

Ich lade Sie hiermit ein, hier einen Kommentar zu hinterlassen, was denn so Ihre Erfolgsstrategien sind, um die schönen Gefühle des letzten Urlaubs immer mal wieder aufleben zu lassen.

Vielen Dank im voraus und
bleiben Sie erholt!

Ein gut ausbalanciertes Team

Balance der Information

Wie finden Sie die angemessene Ebene der Informationsversorgung in Ihrem Team?
Nun, zunächst gilt es herauszufinden, welche Arten der Information für Ihre Teammitglieder essentiell sind. Was brauchen diese unbedingt, um ihren jeweiligen Job machen zu können? Hierzu kann es hilfreich sein, die Informationen in drei verschiedene Kategorien zu unterteilen: „Informations-Muss“, „Informations-Soll“ sowie „Informations-Kann“.

Zweitens analysieren Sie, welche Möglichkeiten an Kommunikationswerkzeugen a) vom Team bereits genutzt werden und b) des weiteren einsetzbar wären. Wie Sie wissen, sind verschiedene Werkzeuge für verschiedene Anlässe geeignet. Beispiel: Wenn ein Team von einer Führungskraft regelmäßig eine Email erhält, in der um einen Klick auf einen Link zu einem Video oder Blogartikel gebeten wird, so ist dies vielleicht eine nett gemeinte Idee. Jedoch ist leider ein Medienbruch involviert. Man muss auf den Link klicken, um ins Inter-/Intranet „geschickt“ zu werden. Warum dann nicht besser die 2-3 wichtigsten Botschaften aus Video oder Blog bereits in der Email platzieren (mit der Chance, dass diese vom Leser frühzeitig wahrgenommen werden)? Leider ist dies eine Vorgehensweise, die sich bisher noch nicht vielen Führungskräften erschlossen hat.

Drittens geht es für Sie darum, Informationsinhalte und –kanäle clever zu arrangieren. Bedenken Sie, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Lesern oft niedrig und ihre Zeit höchst wertvoll ist. Deshalb sollten Sie sich immer stark fokussieren und Ihre wichtigsten Botschaften frühzeitig in einer Push-Kommunikation an Ihr Team platzieren.

 

Balance der Steuerung

In Zeiten der aufkommenden agilen Arbeitsstrukturen wird das Konzept der „Selbstorganisation“ von Teams stärker und stärker. Immer öfter lehnen es Arbeitnehmer ab, von Vorgesetzten eng geführt zu werden und bevorzugen Aufgaben, die ihnen einen hohen Freiheitsgrad ermöglichen. Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass alle Teammitglieder Arbeiten erfüllen, die das Team in die gewünschte Richtung bringen und Redundanz vermieden wird.

Als Teamleiter ist es für Sie unablässig eine Balance zwischen beidem zu finden: Einerseits sollen Sie Ihren Teammitgliedern ein Maximum an Freiheit ermöglichen, um ihre Arbeit selbst gestalten zu dürfen. Auf der anderen Seite ist es für Sie und die Organisation lebensnotwendig, dass Sie klare Erwartungen setzen, was Sie vom Arbeitsbeitrag jedes einzelnen Mitarbeiters konkret erwarten, in Bezug auf das Teamziel. Sie müssen also beides kombinieren, in Ihrer Rolle: Sie unterstützen das Team indem Sie eine Arbeitsumgebung bereitstellen, die ein Höchstmaß an sinnvoller Arbeit und Freiheit verspricht und Sie beaufsichtigen Ihr Team, in dem Sie klare Erwartungen setzen und die Einhaltung dieser von Zeit zu Zeit überprüfen.

 

Balance der Nähe

Gemäß statista.com bevorzugen 50% der befragten Umfrageteilnehmer zumindest teilweise im Homeoffice zu arbeiten (weitere 17% der Interviewees bevorzugen es sogar, ganz von zuhause zu arbeiten). Büroarbeitsplätze werden langsam aber sicher zugunsten von Heim- und mobilen Arbeitsplätzen abgelöst, ein Trend der sich immer klarer abzeichnet. Teamleiter müssen sich dessen bewusst sein und benötigen die Fähigkeiten wie auch die passende Infrastruktur, um auf diese Herausforderung angemessen vorbereitet zu sein. Zunächst ist es für Sie wichtig herauszufinden welche Aktivitäten nur in einem persönlichen (face-to-face) Rahmen im Team durchgeführt werden können. Hier geht es in der Regel um abstimmungsintensiven Austausch mit hoher geforderter zwischenmenschlicher Qualität.  Ist Ihnen dies bekannt, können Sie so viele der weiteren Tätigkeiten wie möglich mobil oder im Home office erledigen lassen. Dies verleiht Ihren Mitarbeitern ein Höchstmaß an Autonomie und freier Zeiteinteilung.

Virtuelles Arbeiten ist enorm abhängig von einer funktionierenden technischen Infrastruktur. Alle Ihre Teammitglieder benötigen professionelle Werkzeuge, um unkompliziert miteinander in Kontakt zu treten, sowohl hardware- wie auch softwareseitig.

 

Balance der Verlässlichkeit

Gute Teamleiter haben eine unsichtbare Antenne für das jeweilige Klima im Team was die Faktoren „Veränderung“ und „Stabilität“ anbetrifft. Sie verfügen über Fähigkeiten, um herauszufinden, was ein Team in der jeweiligen Situation gerade benötigt, ob eher mehr Veränderung oder mehr Stabilität. Beispielsweise könnten sie ihr Team fragen: „Auf einer Skala von 1 (Hohe Stabilität / keine Veränderung) bis 10 (Keine Stabilität / ständige Veränderung): Wo nehmt Ihr persönlich wahr, sind wir gerade?“ in Ergänzung zu der Frage: „Und wo auf der Skala möchtet Ihr jeweils aktuell sein (nach Eurem Bedürfnis) damit Ihr im Job glücklich seid?“. Die erhaltenen Antworten geben wertvolle Hinweise darauf, wie das Team aktuell die Situation wahrnimmt und was der Einzelne jetzt gerade benötigt.

Gute Teamleiter wissen auch, dass beides bedeutend ist: sowohl kontinuierlich kleine Veränderungen anzustoßen (damit das Team lernen, sich entwickeln und wachsen kann) als auch gleichzeitig dem Team „stabile Zonen“ anzubieten sowie Rituale, damit dem Einzelnen ein „sicherer Hafen“ und eine vertraute Arbeitsumgebung geboten wird, von der aus Veränderungen gut bewältigt werden können. Verlässlichkeit ist eine Qualität in unserem Leben, die wertvoll ist und uns hilft gut mit Energien zu haushalten und in unserer Mitte zu bleiben.