Wirkung erzielen

Ich streckte meine Hand aus. Über viele Kilometer entfernt regte sich Mjölnir, mein enger Vertrauter und  kam zu mir geflogen. Das Gefühl, ihn wieder in meiner Hand zu spüren, war wunderbar. Ich wuchtete den Hammer in die Luft und schlug ihn mit einem Krachen auf den Boden. Die Wirkung war enorm.
Thor, Gott des Donners

Haben Sie sich jemals mal gefragt, ob oder warum Ihr Leben mittelmäßig ist? Oder ist Ihnen an anderen aufgefallen, dass ihr Verhalten oder Ihre Leistungen bestenfalls durchschnittlich waren? Für mich sind dies immer wieder hervorragende Gelegenheiten, um darüber zu reflektieren, wie mein Leben noch sinnvoller sein könnte.

In der Art, wie wir den Alltag bestreiten oder mit anderen kommunizieren, sollten wir uns vor allem darauf fokussieren, wie wir eine möglichst hohe Wirkung erzielen können.
In meinen Coachingsessions beginne ich mitunter mit folgender Frage: „Welches ist aktuell deine größte Herausforderung, die – wenn sie gelöst wäre – alles andere weniger dringlich und nötig machen würde?„.
Dies ist eine Methode, die ich mir bei Gary W. Keller abgeschaut habe, aus seinem interessanten Buch „The ONE Thing“. Es läuft bei Keller darauf hinaus, dass wir in allem was wir tun, uns stets zu Beginn die obige Frage stellen sollten. Ob im Alltag, in der Kommunikation mit anderen oder in der Verfolgung persönlicher Ziele.

Wenn wir beginnen, uns diese Frage öfter zu stellen, stellen sich vier verschiedene positive Effekte ein:

  1. Wir ändern von Anfang an den Rahmen unserer Betrachtungsweise. Wir fangen GROß an. Es wird für Sie schwierig werden, Durchbrüche zu erzielen oder große Erfolge zu erringen, wenn Sie zu klein denken. Erweitern Sie Ihren Horizont und blasen Sie ihre Träume auf wie einen Ballon. Lesen Sie mehr über diese Methode in diesem Blogartikel.
  2. Indem Sie sich den großen Herausforderungen von Anfang an widmen, vermeiden Sie in den vielen kleinen unnötigen Dingen des Lebens abzutauchen und sich zu verlieren, jene, die nur wenig wirklichen Nutzen für Sie haben (wie beispielsweise das Verfolgen von Katzenvideos auf Youtube).
  3. Sie verlassen Ihre Komfortzone und begeben sich in ein Terrain, dass für Sie vielleicht ungewohnt und neu sein mag, dass jedoch mit Erfolg, Glück und vielleicht sogar großer Anerkennung lockt.
  4. Sie erhalten endlich die Aufmerksamkeit Ihrer Mitmenschen und, zügig zum springenden Punkt kommend, erhalten Sie Zugang zu den Themen, welche die anderen wirklich bewegen. Dies bedingt natürlich, dass Sie im Vorfeld eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut haben.
    Wenn Sie so vorgehen, können Sie sicher sein, dass andere Sie öfter als bisher wahrnehmen. Alles was sie hierfür tun müssen, ist, die richtigen Fragen zu stellen.

Ich ermutige Sie hiermit, Ihren ganz persönlichen Mjölnir in die Hand zu nehmen und ihn zu gebrauchen, damit Sie eine Wirkung erzielen, die sowohl Sie selbst als auch andere positiv überrascht und begeistert. Ihre großen persönlichen Träume bereichern das Leben Ihrer Mitmenschen, inspirieren und bewegen uns, Sie unterstützen zu wollen.

Hinterlassen Sie einen prägenden Eindruck und teilen Sie Ihre großen Träume mit der Welt!

Thor hat gesprochen.

Wähle dein Spielfeld bewusst

Stellen Sie sich vor, Sie lägen auf dem eigenen Totenbett. Nur wenige Stunden bevor Ihre Seele Ihren eigenen Körper verlässt, ziehen Sie Bilanz über Ihr gesamtes Leben. Wie wird diese ausfallen?
Werden Sie vielleicht sehr zufrieden sein und bestätigen können, dass Sie ein Leben voller Reichtum, Glück und Anerkennung geführt haben?
Oder werden Sie sich eher unzufrieden und traurig fühlen, im Angesicht vergangenen Unglücks und ausgebliebenem Erfolg?

Gary Keller hat in seinem wunderbaren Buch „The ONE THING“ treffend beschrieben, dass Sie jegliche geplante Aktivität bewusst so skalieren können, dass es Ihnen gelingen kann, ein Leben mit mehr Erfolg, Bedeutung und Freude zu führen.

Hierzu ist es nützlich, dass Sie sich vier verschiedene Bereiche vorstellen, in denen Sie eine gedankliche Skalierung einer geplanten Aktivität vornehmen:

  • Ausführbar: Das ist im Bereich Ihrer Möglichkeiten, Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen. Sehr wahrscheinlich für Sie erreichbar.
  • Strecken: Das ist für Sie machbar, jedoch mit hohem Aufwand verbunden.
  • Eine Möglichkeit: Das liegt sehr weit außerhalb Ihrer Komfortzone. Es ist aktuell unklar, wie Sie genau dahin kommen könnten. Die Lösungswege zu diesem Ziel werden für Sie völlig neu sein.
  • Ein Wunder: Ein abenteuerlicher Traum für Sie. Gelänge Ihnen das, würden Sie viele Menschen in der Welt positiv beeinflussen und einen klaren Fußabdruck in der Welt hinterlassen. Etwas „Wunderbares“ würde geschehen.

Mit dieser einfach ausführbaren Übung kann es gelingen, dass die eigene Perspektive von „klein-klein“ hin zu großen, visionären Ideen zu verschieben.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel.
Stellen Sie sich eine Person vor, die Frisör werden möchte und ganz am Anfang der eigenen Karriere steht. Die erwähnte Übung könnte für diese Person wie folgt ausfallen:

  • Ausführbar: Ich mache eine Frisörlehre und arbeite als Frisör in einem Kleinbetrieb.
  • Strecke mich: Ich werde Frisörmeister und gründe einen eigenen Betrieb.
  • Möglichkeit: Ich führe eine bundesweit agierende Frisörkette mit einer Belegschaft von über 500 Personen.
  • Wunder: Ich frisiere Staatsoberhäupter und Wirtschaftsbosse. Ich bin mit Frisierprodukten Millionär geworden und unterstütze viele Hunderttausende Menschen, ein besseres Selbstbewusstsein über gut frisierte Haare zu erhalten.

Sehen Sie den Unterschied zwischen den einzelnen Skalierungsstufen?

Probieren Sie es selbst aus und werden Sie visionär!

Viel Erfolg,
Ihr Matthias von Mitzlaff

Die richtige Frage

Nachdem er sein gesamtes bisheriges Leben in einem Palast großgezogen wurde, abgeschirmt von den Nöten und Problemen der wirklichen Welt, gelang es Siddharta Gautama einmal den Palast zu verlassen. Sofort fielen ihm zwei Dinge auf: ein alter Mann, der offensichtlich sehr krank war und ein toter Menschenkörper, der auf der Straße lag. Gautama, der später als „Buddha“ weltberühmt werden sollte, fragte sodann den Fahrer seiner Rikscha, wer auch noch hierunter – Krankheit und Tod – zu leiden hätte. Die Antwort des Fahrers überraschte Buddha: „Jedem, mein Herr, jedem geschieht dies.“
In der Folge dieses Erlebnisses begann Buddha sein bisheriges Leben intensiv infrage zu stellen. Dies wiederum führte dazu, dass er seinen Palast für eine lange Weltreise verließ, um zu lernen und die Botschaft eines friedfertigen Lebens in Harmonie mit der Welt zu verbreiten.

 

Diese kurze Anekdote zeigt uns, wie wichtig es ist, die richtigen Fragen zu stellen. Haben Sie es jemals erlebt, eine kleine hartnäckige Stimme im Hinterkopf zu haben, die ständig wiederholt: „Warum tust du das eigentlich? Ist das wirklich nötig? Ist es überhaupt nützlich für dich oder für andere?“.
Was haben Sie dann mit dieser Stimme gemacht? Haben Sie sie ignoriert oder ernst genommen?

Immer wieder mal macht es in unserem Leben Sinn, bewusst runterzukommen, die „eigenen Systeme mal komplett herunterzufahren“ und über die wirklich wichtigen Fragen im Leben nachzudenken. Fragen die unser Leben, unsere Werte, unser Schicksal fundamental beeinflussen.

Fragen wie

  • Was ist meine Bestimmung?
  • Was verleiht meinem Leben Bedeutung?
  • Was muss passieren, damit ich ein erfülltes Leben führe?
  • Warum tue ich eigentlich das, was ich gerade tue?

können Sie zu der inneren Weisheit führen, die tief in Ihnen schlummert.

Die Kunst besteht für Sie darin, in den Antworten auf obige Fragen jene Wahrheit zu finden, die für Sie relevant ist. Diese Wahrheit zeigt sich jedoch üblicherweise nicht über Nacht. Vielmehr dauert es oft viele Jahre bis Antworten gefunden werden, die Sie individuell zufriedenstellen.

Hierfür ist es hilfreich bewusst Ort und Zeit zu reservieren, damit es Ihnen leichter fällt die richtigen Antworten zu entdecken. Hiermit meine ich: Wählen Sie einen Ort an dem Sie tiefe Ruhe finden können (draußen in der Natur, in einem Kloster oder auf einem hohen Berg). Und wählen Sie einen Zeitraum, der es Ihnen ermöglicht von alltäglichen Belastungen und Anfragen völlig entbunden zu sein.

Vertrauen Sie Ihrem Unterbewusstsein, Einsichten zu kreieren, die für Sie bedeutsam sind und die den Schlüssel für künftige Weiterentwicklung und Erfolg beinhalten. Alles was es braucht sind ein passender Ort, etwas Zeit, Bereitschaft und Geduld, die Antworten vom Meeresboden Ihres unterbewussten Ozeans an die Oberfläche Ihrer klaren Aufmerksamkeit aufsteigen zu lassen.

Die Wahrheit, Ihre Wahrheit war schon immer da. Sie erschien vielleicht wie ein scheues Reh, das sich im Schutze der Dämmerung aufhielt, auf einen vertrauensvollen Impuls von Ihnen wartend. Mit einer bewussten offenen Einladung gelingt es Ihnen vielleicht das Reh hervorzulocken, aus der Dämmerung auf die offene Lichtung des Waldes Ihrer Gedanken. Und wenn sich dieses scheue Tier Ihnen erst einmal gezeigt hat, macht es Ihnen wiederum vielleicht ein wunderschönes Geschenk – Erkenntnis und einen unmittelbaren Zugang zu Ihren tiefen Sehnsüchten.

Überquere den Rubikon

Heute ist ein wunderschöner Januartag. Ein Tag, an dem vielleicht mein Schicksal geformt wird.
Die Feiglinge des römischen Senats haben in meiner Abwesenheit beschlossen, dass ich mein Heer entlassen und mein Imperium [Befehlsgewalt für Gallien und Illyrien] niederlegen solle, ehe ich erneut für das Konsulat kandidieren dürfe. Ich habe mich nach reiflicher Entscheidung dazu entschlossen, dem nicht folge zu leisten und meine Truppen vielmehr über den Rubikon in Richtung Rom zu führen. Mir ist bewusst, dass dies einer Kriegserklärung an den Römischen Senat gleichkommt und ich mich der Todesstrafe aussetze. Ich will dieses Risiko jedoch eingehen. Es gibt nun kein Zurück mehr für mich. Alea iacta est.

Julius Caesar

Wenn Sie erst einmal Ihren persönlichen Rubikon überschritten haben, gibt es kein Zurück mehr. Deshalb frage ich Sie:

  • Welches sind die Entschlüsse und Ziele für 2018, die Sie in einer Weise verändern werden, dass Ihr Leben nicht das vorherige sein wird?
  • Welche Ihrer Ziele sind es wert, alle „Brücken hinter Ihnen abzubrechen“?
  • Können Sie voraussehen, dass sie ein gänzlich anderer sein werden, wenn Sie den Rubikon überschritten haben? Was wird in Ihrem Auftreten, Ihrem Verhalten anders sein? Und welche Veränderungen wird Ihre Umwelt an Ihnen bemerken?

Unser Leben ist voller Gewohnheiten.
Gelingt es Ihnen, immer mal wieder ein Rubikon-überschreiten-Ritual durchzuführen, wird das Ihr Leben aufregender und einzigartiger machen. Auch entwickeln Sie Qualitäten wie Mut und Entschlossenheit, was Sie zu einer wertvollen Personlichkeit macht.

Damit ein solches Ritual erfolgreich ist, benötigen Sie

  • Einen zwingenden Grund für die Veränderung (ob als Teil eines „Schmerzes“, den Sie künftig vermeiden wollen oder als Teil von etwas Wunderbarem, das mit einer tiefen Sehnsucht verbunden ist)
  • Eine Vision dessen, was am Ende Ihrer Reise in das Unbekannte liegt. Ein Bild von dem, was Sie erreicht haben, wenn die Reise beendet ist.
  • Eine Umgebung, die so ausgelegt ist, dass es Ihnen nicht möglich ist, zurückzugehen.
  • Ein Plan für die ersten Schritte in „unberührtes Land“.
  • Hilfreiche Glaubenssätze für die Reise, die Sie motivieren und „bei der Stange“ halten (Psychologie ist mit das Wichtigste auf Ihrem Weg!).

Wenn Sie sich eines Tages dazu entscheiden, einen Rubikon zu überschreiten, seien Sie mutig, bleiben Sie „im Geiste offen“ und behalten Sie Ihr Ziel stets im Blick.
Viel Glück!

Als sie sich in einen Schmetterling verwandelte, sprachen die Raupen nicht von ihrer Schönheit, sondern davon, wie merkwürdig sie aussah. Sie wollten, dass sie sich in das zurückverwandelte, was sie früher einmal war.
Aber jetzt….konnte sie fliegen.

Dean Jackson

El Dorado

Vor 92 Jahren ist ein Mann namens Percy Fawcett während einer Expedition mit seinem ältesten Sohn im Dschungel Südamerikas spurlos verschwunden. Der Engländer Fawcett hatte bereits 1906 begonnen, Unternehmungen in den Süden Amerikas durchzuführen. Seitdem – und bis zu seinem vermutlichen Tod in 1925 – hat er nie aufgehört, nach seinem „El Dorado“ zu suchen, denn er war überzeugt, dass es diese verschollene Stadt im Dschungel tatsächlich gibt. Tatsächlich hat er diese Stadt nie gefunden. Hartnäckig halten sich überlieferte Erzählungen, dass es ein El Dorado gibt, in den Tiefen des brasilianischen Dschungels. Bislang ist diese sagenumwobene Stadt jedoch noch nicht gefunden worden.

Wir können vom Leben des Percy Fawcett viel für unser eigenes Schicksal lernen. James Gray, ein Regisseur, wurde von Fawcetts Lebensgeschichte inspiriert, einen Film mit dem Titel „The Lost City of Z“ zu drehen. Der Film kam 2016 mit den Schauspielern Charlie Hunnam als Fawcett und Sienna Miller als seiner Frau Nina in die Kinos. Percy Fawcett hatte vor über 100 Jahren enorme übermenschliche Anstrengungen unternommen, um Ressourcen und Budgets bewilligt zu bekommen, die Grundlage seiner Dschungelreisen waren.

Gegen Ende des erwähnten Kinofilms gibt es eine Szene, in der Verwandte und gute Freunde der beiden Eheleute zusammenkommen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt erhebt sich Fawcetts Frau, Nina, und hält eine kurze Rede. Die folgenden Worte sind von ihr direkt an ihren Ehemann gerichtet: „Ich habe diesen kurzen Text vor einem halben Jahr geschrieben, als zu befürchten war, dass ich als Konsequenz der Geburt sterben würde. Lieber Percy, Ich weiß, dass dein erster Instinkt eine tiefe Trauer sein wird, aber ich bitte dich: Kümmere dich vor allem um unseren neugeborenen Sohn und gebe ihm die Liebe, die er so dringend braucht. Ich wusste immer, dass es ein Sohn werden wird. Lehre ihn zu träumen, das Unbekannte zu erforschen und nach dem Ausschau zu halten, was Schönheit ausmacht. Und ich bitte dich, erinnere dich an die Worte, die so schnell vergessen sind: Des Menschen Streben sollte mehr sein, als er mit Händen greifen kann. Zu was wäre sonst der Himmel da? Mein geliebter Ehemann, auf immer und ewig.“

Und diesen Artikel beendend, lade ich Sie nun ein, eine Verbindung zu schaffen von Percy Fawcetts Lebensgeschichte und dem von Robert Browning stammenden Zitat zu Ihrer eigenen Geschichte.
Ich frage mich, was möglicherweise die folgenden Fragen bei Ihnen auslösen:

  • Was ist Ihre persönliche „verlorene Stadt im Dschungel“, Ihr El Dorado?
  • Was ist die Essenz einer tiefen in Ihnen verborgenen Sehnsucht, die bisher noch nicht an die Oberfläche gedrungen sein mag?
  • Welches sind die Ziele Ihres Lebens, die Sie noch nicht verfolgt haben, da Sie diese als unrealistisch abgetan haben?

Hiermit ermutige ich Sie niemals aufzuhören zu träumen. Erhalten Sie sich Ihre Fantasien und erlauben Sie niemandem, diese zu verbieten oder klein zu machen. Es ist Teil meiner Überzeugung, dass Sie es verdient haben, Ihre Visionen wahr werden zu lassen und jeden kleinen Erfolg dort hin zu feiern und zu genießen. In diesem Sinne: Wagen Sie sich auf eine Expedition zu den verschollenen goldenen Städten Ihres Lebens!

Sommer der Liebe

„…All across the nation, such a strange vibration
People in motion
There’s a whole generation with a new explanation
People in motion, people in motion…“
(San Francisco, Scott McKenzie)

Vor circa vierzig Jahren entstand ein globales Phänomen, das später als “Sommer der Liebe” in die Geschichte einging. Millionen junger Menschen teilten auf einmal einen Blick auf die Welt, der von Frieden, Gemeinschaft und Freiheit geprägt war.

Es ist genau dieses Gefühl, das ich als Hintergrund für diesen kurzen Artikel nutzen möchte.

Sie sind vielleicht ebenfalls gerade von einem sehr angenehmen längeren Sommerurlaub zurückgekehrt, ob mit Familie oder Freunden oder allein. Als Sie zurückkamen stellten Sie vielleicht fest, dass sehr viel Arbeit und unzählige Alltagssorgen auf Sie warten und auf einmal waren all die süßen Gefühle der Erholung und Freiheit plötzlich verschwunden.

So muss es nicht sein. Ich möchte Ihnen Mut machen, ein paar meiner 5 Tipps auszuprobieren, um den angenehmen Zustand des Urlaubs ein wenig zu verlängern und aufrecht zu erhalten. Was Sie konkret tun können:

  1. Setzen Sie sich im Alltag visuelle Anker, die Sie an die tolle Zeit erinnern, die Sie im Urlaub hatten. Beispielsweise ein Bildschirmschoner mit Ihren Urlaubslieblingsfotos oder ein Bilderrahmen am Arbeitsplatz mit einem netten Schnappschuss von Ihnen an einem exotischen Ort. Beides kann Ihnen als Sichtanker dienen, damit – wenn Sie das Bild betrachten – sofort all die schönen Gefühle wieder aufsteigen, die Sie damals erlebten.
  2. Blocken Sie in Ihrem Kalender regelmäßig Erholungszeiten, die Sie vielleicht MWZs nennen wollen: Mini-Wellness-Zeiten. Hierfür sind zwei Regeln unerlässlich: in diesen Zeiten sollten Sie völlig ungestört sein. 2. Sie sollten etwas machen, dass gesund für Sie ist und einen positiven Einfluss auf Ihre Lebens-Arbeits-Balance hat.
  3. Befreien Sie sich von möglichst vielen Dingen, die mit dem Gegenteil von Entspannung und persönlicher Freiheit verbunden sind. Dieses Gesundschrumpfen wird es Ihnen leichter machen, mehr der Gefühle zu erleben, die Sie damals in diesem tollen Urlaub genossen haben.
  4. Erinnern Sie sich im Geiste an Ihren damaligen Urlaub. Vielleicht als Teil einer kurzen täglichen Meditation gehen Sie auf eine imaginäre Spazierreise an die Orte, die Sie damals im Urlaub so schön fanden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass unser Körper auf bewusst herbeigeführte Erinnerungen reagiert, egal ob die Erinnerungen positiv oder negativ waren. Schon eine kurze Fantasiereise kann Ihnen viele angenehme Gefühle vermitteln, was wiederum zu mehr Erholung und innerem Frieden für Sie führt.
  5. Planen Sie Ihren nächsten Urlaub. Das ist, was meine Frau üblicherweise oft und gerne tut, am liebsten kurz nach der Rückkehr aus dem Urlaub. Es gibt Ihr ein tolles Gefühl zu wissen, wo es als nächstes hingeht und die Vorfreude gibt ihr gute Laune.

Wie Sie sehen gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihren angenehmen Urlaub ein wenig verlängern können. Selbst wenn Sie wieder in den Arbeitsprozess eingespannt sind.

Ich lade Sie hiermit ein, hier einen Kommentar zu hinterlassen, was denn so Ihre Erfolgsstrategien sind, um die schönen Gefühle des letzten Urlaubs immer mal wieder aufleben zu lassen.

Vielen Dank im voraus und
bleiben Sie erholt!

Ein gut ausbalanciertes Team

Balance der Information

Wie finden Sie die angemessene Ebene der Informationsversorgung in Ihrem Team?
Nun, zunächst gilt es herauszufinden, welche Arten der Information für Ihre Teammitglieder essentiell sind. Was brauchen diese unbedingt, um ihren jeweiligen Job machen zu können? Hierzu kann es hilfreich sein, die Informationen in drei verschiedene Kategorien zu unterteilen: „Informations-Muss“, „Informations-Soll“ sowie „Informations-Kann“.

Zweitens analysieren Sie, welche Möglichkeiten an Kommunikationswerkzeugen a) vom Team bereits genutzt werden und b) des weiteren einsetzbar wären. Wie Sie wissen, sind verschiedene Werkzeuge für verschiedene Anlässe geeignet. Beispiel: Wenn ein Team von einer Führungskraft regelmäßig eine Email erhält, in der um einen Klick auf einen Link zu einem Video oder Blogartikel gebeten wird, so ist dies vielleicht eine nett gemeinte Idee. Jedoch ist leider ein Medienbruch involviert. Man muss auf den Link klicken, um ins Inter-/Intranet „geschickt“ zu werden. Warum dann nicht besser die 2-3 wichtigsten Botschaften aus Video oder Blog bereits in der Email platzieren (mit der Chance, dass diese vom Leser frühzeitig wahrgenommen werden)? Leider ist dies eine Vorgehensweise, die sich bisher noch nicht vielen Führungskräften erschlossen hat.

Drittens geht es für Sie darum, Informationsinhalte und –kanäle clever zu arrangieren. Bedenken Sie, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Lesern oft niedrig und ihre Zeit höchst wertvoll ist. Deshalb sollten Sie sich immer stark fokussieren und Ihre wichtigsten Botschaften frühzeitig in einer Push-Kommunikation an Ihr Team platzieren.

 

Balance der Steuerung

In Zeiten der aufkommenden agilen Arbeitsstrukturen wird das Konzept der „Selbstorganisation“ von Teams stärker und stärker. Immer öfter lehnen es Arbeitnehmer ab, von Vorgesetzten eng geführt zu werden und bevorzugen Aufgaben, die ihnen einen hohen Freiheitsgrad ermöglichen. Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass alle Teammitglieder Arbeiten erfüllen, die das Team in die gewünschte Richtung bringen und Redundanz vermieden wird.

Als Teamleiter ist es für Sie unablässig eine Balance zwischen beidem zu finden: Einerseits sollen Sie Ihren Teammitgliedern ein Maximum an Freiheit ermöglichen, um ihre Arbeit selbst gestalten zu dürfen. Auf der anderen Seite ist es für Sie und die Organisation lebensnotwendig, dass Sie klare Erwartungen setzen, was Sie vom Arbeitsbeitrag jedes einzelnen Mitarbeiters konkret erwarten, in Bezug auf das Teamziel. Sie müssen also beides kombinieren, in Ihrer Rolle: Sie unterstützen das Team indem Sie eine Arbeitsumgebung bereitstellen, die ein Höchstmaß an sinnvoller Arbeit und Freiheit verspricht und Sie beaufsichtigen Ihr Team, in dem Sie klare Erwartungen setzen und die Einhaltung dieser von Zeit zu Zeit überprüfen.

 

Balance der Nähe

Gemäß statista.com bevorzugen 50% der befragten Umfrageteilnehmer zumindest teilweise im Homeoffice zu arbeiten (weitere 17% der Interviewees bevorzugen es sogar, ganz von zuhause zu arbeiten). Büroarbeitsplätze werden langsam aber sicher zugunsten von Heim- und mobilen Arbeitsplätzen abgelöst, ein Trend der sich immer klarer abzeichnet. Teamleiter müssen sich dessen bewusst sein und benötigen die Fähigkeiten wie auch die passende Infrastruktur, um auf diese Herausforderung angemessen vorbereitet zu sein. Zunächst ist es für Sie wichtig herauszufinden welche Aktivitäten nur in einem persönlichen (face-to-face) Rahmen im Team durchgeführt werden können. Hier geht es in der Regel um abstimmungsintensiven Austausch mit hoher geforderter zwischenmenschlicher Qualität.  Ist Ihnen dies bekannt, können Sie so viele der weiteren Tätigkeiten wie möglich mobil oder im Home office erledigen lassen. Dies verleiht Ihren Mitarbeitern ein Höchstmaß an Autonomie und freier Zeiteinteilung.

Virtuelles Arbeiten ist enorm abhängig von einer funktionierenden technischen Infrastruktur. Alle Ihre Teammitglieder benötigen professionelle Werkzeuge, um unkompliziert miteinander in Kontakt zu treten, sowohl hardware- wie auch softwareseitig.

 

Balance der Verlässlichkeit

Gute Teamleiter haben eine unsichtbare Antenne für das jeweilige Klima im Team was die Faktoren „Veränderung“ und „Stabilität“ anbetrifft. Sie verfügen über Fähigkeiten, um herauszufinden, was ein Team in der jeweiligen Situation gerade benötigt, ob eher mehr Veränderung oder mehr Stabilität. Beispielsweise könnten sie ihr Team fragen: „Auf einer Skala von 1 (Hohe Stabilität / keine Veränderung) bis 10 (Keine Stabilität / ständige Veränderung): Wo nehmt Ihr persönlich wahr, sind wir gerade?“ in Ergänzung zu der Frage: „Und wo auf der Skala möchtet Ihr jeweils aktuell sein (nach Eurem Bedürfnis) damit Ihr im Job glücklich seid?“. Die erhaltenen Antworten geben wertvolle Hinweise darauf, wie das Team aktuell die Situation wahrnimmt und was der Einzelne jetzt gerade benötigt.

Gute Teamleiter wissen auch, dass beides bedeutend ist: sowohl kontinuierlich kleine Veränderungen anzustoßen (damit das Team lernen, sich entwickeln und wachsen kann) als auch gleichzeitig dem Team „stabile Zonen“ anzubieten sowie Rituale, damit dem Einzelnen ein „sicherer Hafen“ und eine vertraute Arbeitsumgebung geboten wird, von der aus Veränderungen gut bewältigt werden können. Verlässlichkeit ist eine Qualität in unserem Leben, die wertvoll ist und uns hilft gut mit Energien zu haushalten und in unserer Mitte zu bleiben.

Murphys Teamgesetze

Gefangen im Paradox.

In diesem Blogartikel liste ich einige Herausforderungen auf, die mir in der Arbeit mit Teams immer wieder begegnen. Ein Team (nicht eine Gruppe) definiere ich hierbei grob wie folgt:

  1. Hat einen gemeinsamen Auftrag, ein Ziel, dass alle verbindet und
  2. Enthält verschiedene Mitglieder, die jeweils eine spezifische Rolle einnehmen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Die folgenden Muster sind mir in der Teamarbeit bisher besonders oft begegnet…

 

Das Informationsparadox
Teammitglieder werden in der Regel gerne proaktiv informiert um die letzten Neuigkeiten zu erfahren und zu wissen, wie es den anderen geht und was sie gerade machen. Oft jedoch haben sie bereits sehr viele Aktivitäten „am Laufen“ und werden von verschiedensten Seiten mit Informationen überhäuft (Informationsspamming).


Wie also findet man die passende Ebene der Informationsversorgung?

 

Das Steuerungsparadox
Viele Menschen wertschätzen es sehr, freie Einteilung von Orten und Zeit vornehmen zu können, um zu machen, was sie selber wollen. Sie anerkennen es, wenn sie ganz sie selbst sein dürfen, um kreativ zu sein und eigene Konzepte zu entwickeln. Dies wiederum steht mit der Rolle des klassischen „Managers“ im Konflikt, der das Team überwacht, Arbeitsstrukturen gibt und seinen Mitarbeitern Erwartungen setzt. Nicht zu vergessen, es gibt durchaus viele Menschen, die es sehr gut finden, wenn ihre Vorgesetzten klare Erwartungen vorgeben, um dadurch besser zu verstehen, in welche Richtung es gehen soll.


Wo liegt also die richtige Balance zwischen „Totaler Kontrolle“ und „Laissez-faire“?

 

Das Näheparadox
Viele Teammitglieder sind auch gerne mal ganz für sich, werden ungern von anderen gegängelt und finden es toll, wenn sie einen Arbeitsbereich nur für sich selber haben (den sie nicht mit anderen teilen müssen). Sie arbeiten vielleicht gerne „aus der Distanz“ (remotely), was ihnen viele Freiheiten ermöglicht, den eigenen Alltag zu strukturieren. Andererseits sind sie auch gerne in Kontakt mit anderen, teilen ihre Erfahrungen und arbeiten gerne mal intensiv mit Kollegen zusammen, um das große gemeinsame Ziel zu erreichen.


Wo ziehen Sie also die Linie zwischen Distanz und Nähe in der Arbeit für ein Team?

 

Das Verlässlichkeitsparadox
Mitarbeiter mögen es oft, wenn sie in stabiler Arbeitsumgebung mit verlässlichen Abläufen arbeiten. Sie finden es gut, wenn sie wissen was sie erwartet und was zu tun ist. Das gibt ihnen Sicherheit und vielleicht ein Gefühl von: „Ja, das kann ich schaffen!“. Gleichzeitig kann zuviel Routine in Prozessen auch zu Langeweile und Unterforderung führen. Menschen benötigen von Zeit zu Zeit einen frischen Impuls, um neue Energie zu gewinnen, sich weiterzuentwickeln und zu lernen.


Welches Verhältnis ist also das Richtige zwischen Wechsel und Kontinuität mit den Teams, die Sie aktuell begleiten?

 

In diesem Artikel habe ich vier Paradoxe aufgeführt, die Ihnen – ob als Teammitarbeiter oder –leiter – immer wieder mal begegnen können. Es gilt für Sie, diese erfolgreich zu bewältigen, um das Team effektiv und leistungsfreudig zu machen.

Ich ermutige Sie dazu, in meinem nächsten Blog weiterzulesen, um ein paar Ideen und Tipps zu erhalten, wie man diese Paradoxien gut handhaben kann.

MEHR vom Leben erleben

Im Blog „Ich möchte MEHR vom Leben!“ habe ich vier Fallen aufgezeigt, in die Sie tappen können, auf dem Weg zu einem Leben mit Sinn und hoher Qualität. Im Folgenden möchte ich ein paar Aspekte aufgreifen, die Ihnen helfen können mehr von Ihrem Leben zu haben und zu erleben.

Zu Beginn des letzten Blogs habe ich das Märchen der Gebrüder Grimm, Sternentaler, erwähnt. In diesem geht es um ein armes Waisenmädchen ohne Zuhause, aber mit einem edlen und gütigen Charakter. Gemäß der Erzählung trifft das Mädchen im Wald hintereinander einen hungrigen Mann, drei frierende sowie später ein gänzlich nacktes Kind. All diesen Mitmenschen gibt das Mädchen etwas ab, um ihr Leid zu lindern, etwas Brot, seine Mütze, sein Leibchen, sein Röckchen und sein Hemdchen. In der Folge des Märchens fallen aus dem Himmel Sternentaler herab, als Belohnung für das uneigennützige Vorgehen des Waisenmädchens. Das Mädchen ist zum Ende also reich und glücklich.

Die Moral dieser Erzählung ist zutiefst menschlich und christlich. Die Frage hierzu an Sie ist nun: Wie und wo können Sie als ein „guter Samariter“ auftreten und anderen ein wenig von Ihrem Wohlstand abgeben? Anderen die bedürftig sind und sich über Anteilnahme freuen würden. Lassen Sie ein wenig an Ihrem Glück teilhaben, was Sie wiederum in einen besseren Menschen transformieren wird. Bewusst Gutes für andere zu tun hat eine hochenergetische Wirkung und kann Ihr Leben auf eine neue Ebene heben.

Sternentaler #1: Persönliche Vision (“Wo will ich hin?”)
Jack Nicklaus, von vielen als der größte Golfer aller Zeiten genannt, der einen Rekord von 18 Golf-Majorturnieren gewonnen hat, sagte einmal:

„Ich habe noch nie einen einzigen Schlag – ob im Training oder im Turnier – gemacht, ohne ein klares Bild vom Ziel vor Augen gehabt zu haben.“

Dies ist genau die Qualität, zu der ich Sie einlade, diese künftig bewusst zu verstärken. Immer wenn es für Sie darum geht, einen nächsten größeren Schritt zu machen, ob beruflich oder privat, machen Sie sich vorher ein genaues Bild davon, wo es idealerweise für Sie hingeht. Stellen Sie sich vor, was gegeben ist, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Visualisieren Sie diesen Zustand in bunten Farben und Klängen, die ihnen zusagen. Und erst dann schreiten Sie voran und machen einen ersten Schritt in Richtung auf Ihr Ziel zu.

Sternentaler #2: Selbstbewusstsein (“Wer bin ich?”)
Buddha hat einmal gesagt: „Wir werden von unseren Gedanken geprägt. Wir werden zu dem, was wir denken. Wenn unser Geist rein ist, folgt uns tiefe Freude wie ein Schatten, der uns nie verlässt.“

Wer bin ich? Was treibt mich? Was ist mir wichtig? Dies sind Fragen, denen Sie nicht entkommen können. Hierauf gilt es für Sie Antworten zu finden, die Sie zutiefst zufrieden stellen. Finden Sie diese Antworten nicht oder nur unzureichend, wird der Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben für Sie steinig und schwer begehbar bleiben.

Sternentaler #3: Intrinsische Motivation (“Was treibt mich innerlich an?”)
“In den letzten 33 Jahren habe ich jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mir eine Frage gestellt: “Wenn der heutige Tag der letzte meines Lebens wäre, würde ich das tun, was ich heute vorhabe zu tun?” Und wenn immer auch die Antwort für mehrere Tage hintereinander „Nein“ war, wusste ich, ich muss etwas verändern.“

Dieses berühmte Zitat vom schmerzlich vermissten Steve Jobs, Gründer und Lenker von Apple zeigt die essenzielle Frage für uns alle auf. Warum ist es notwendig / nützlich / relevant morgens aufzustehen?

Sind Sie jemals früh morgens wach geworden, noch schlaftrunken, schlechtgelaunt und plötzlich ging ein Energieschwall durch Ihren Körper, weil Sie an ein Projekt gedacht haben, das Sie aktuell beschäftigt und was dazu geführt hat, dass Sie mit positiver Spannung aus dem Bett gesprungen sind? Dies ist genau die Qualität, die ich meine. Was ist so bedeutend für Sie, dass es Ihnen möglich macht, große Hindernisse zu überwinden und viel Energie in eine Aktivität zu setzen? Was elektrisiert Sie? Diese Qualitäten sind es, die es für Sie zu finden gilt, um Ihre intrinsische Motivation erfolgreich anzuzapfen.

Sternentaler #4: Einzigartigkeit (“Was macht mich besonders?”)
Unser aller Leben ist immer wieder von Wettbewerb geprägt. Ob es um Produkte, Services oder Aufmerksamkeit geht, mitunter sind wir dazu aufgefordert, um etwas zu kämpfen. Öfter als wir denken gibt es hierzu auch einen alternativen Weg. Einen Weg, der viel Selbstreflexion und Mut erfordert: Der Weg der Einzigartigkeit.

Vielleicht wollen Sie damit beginnen, sich einfache, kleine Fragen zu stellen, wie: „Was mache ich anders als viele andere Menschen?“. Für diese Frage ist es recht hilfreich, Feedback von anderen einzuholen. Sie könnten um ehrliche Rückmeldung bitten, mit Fragen wie: „Welche drei Adjektive aus deiner Sicht charakterisieren mein Wesen in Abgrenzung zu anderen ganz besonders? Oder: Was ist aus deiner Sicht meine größte Stärke, die ich einbringe?“.  Welche Antworten Sie auch erhalten mögen, diese werden Ihnen wertvolle Einsichten vermitteln, um ein noch einzigartigeres Leben zu führen.

Investieren Sie etwas Aufwand, Zeit und in die Menschen um Sie herum. Reflektieren Sie Ihre Situation mit einem klaren Kopf und werden Sie – ganz wie das arme Mädchen in dem Märchen – belohnt durch Sternentaler, die Ihnen zeigen, dass Ihr Leben voller Sinn, Vision und Glück ist!

Sie können das. Ich vertraue Ihnen.

Ich möchte MEHR vom Leben!

…haben Sie dies auch schon mal gedacht? Haben Sie sich jemals einmal gefragt, was passieren müsste, damit Sie ein „besserer“ Mensch werden, in einem Leben, dass so viel glücklicher und reichhaltiger ist? Haben Sie jemals andere Menschen betrachtet und gedacht: Hmmm, er/sie ist erfolgreich, schön, klug. Warum führe ich nicht solch ein Leben?“.

Beachten Sie, es gibt durchaus einige Fallen, in die Sie tappen können und die Sie zu etwas verführen, das letztendlich ganz und gar nicht hilfreich für Sie ist. Im Folgenden lade ich Sie dazu ein, mehr zu einigen dieser Fallen zu erfahren, damit Sie in der Zukunft besser vorbereitet sind, um diese geschickt zu umgehen.

Falle #1: Richtung (“Wohin will ich?”)
Viele Unternehmungen beginnen berechtigterweise mit der Frage, wohin es eigentlich gehen soll. Hier stellt sich die erste Frage: Wissen Sie, wohin Sie genau wollen? Wie klar und präzise ist das Bild Ihres Zieles vor Ihren geistigen Augen?

Die menschliche Geschichte ist voll von Beispielen, die zeigen: viele Unternehmen sind daran gescheitert, dass nicht oder zuwenig bekannt war, wo das Ziel der Reise liegt. Und im Gegensatz dazu dieser eine Satz: „Bevor dieses Jahrzehnt endet, möchte ich, dass wir einen US-Amerikaner auf den Mond gebracht haben!“ (John F. Kennedy, ehemaliger US-Präsident, 1961 in einer Rede vor dem US-Kongress). Ein exzellentes Beispiel für eine artikulierte Vision, die viele Menschen elektrisiert bewegt hat, etwas zu bewegen. Und das Ziel wurde dann auch tatsächlich erreicht. Im Sommer 1969 ließ Neil Armstrong von der Apollo 11 Mannschaft die Leiter des Mondmobils los, um den ersten Schritt der Menschheit auf dem staubigen Boden des Erdmondes zu hinterlassen.
Mission vollbracht!

 

Falle #2: Selbsttäuschung („Wer bin ich?“)

Gegenwärtig sehen wir in der Öffentlichkeit viele Menschen – ob Politiker, Wirtschaftsbosse oder Prominente – die offensichtlich unter einem Syndrom leiden, dass wir Dunning-Kruger-Effekt nennen, kurz: DKE. Dieses Phänomen drückt sich durch ein verzerrtes Selbstbild und ein übermäßiges Selbstvertrauen aus. Zwei interessante Erkenntnisse konnten die oben genannten Wissenschaftler in Studien bestätigen:

  1. Inkompetente Menschen machen oft falsche Entscheidungen.
  2. Inkompetente Menschen bemerken oft nicht, dass sie falsche Entscheidungen getroffen haben.

Diese Erkenntisse zeigen nachvollziehbar auf, warum es zu sogenannten “Fake news” kommen kann. Aus Scham (etwas Falsches behauptet zu haben) und Selbstüberschatzung bleiben viele Menschen bei den von ihnen verbreiteten Lügen und behaupten gar, diese wären tatsächlich die Wahrheit.

All dies soll zeigen: Es ist in der Tat schwierig, zu verstehen, wer ich wirklich bin, sofern ich an DKE leide oder meine Mitmenschen niemals um ehrliches Feedback zu meinem Verhalten bitte. Wie kann es für mich möglich sein, mich in die Richtung eines „besseren Menschen“ zu entwickeln, wenn ich ein verzerrtes Selbstbild habe und mich nicht auf Feedback anderer einlasse? Unmöglich, wie ich meine.

 

Falle #3: Belohnung („Wieviel verdiene ich?“)
Wenn Sie sich für einen neuen Job bewerben und der Ihnen gegenübersitzende Personaler fragt Sie: “Wieviel möchten Sie in dieser Position verdienen?“. Was genau würden Sie antworten? Welche Zahl würden Sie nennen? Eine sehr hohe Zahl, eine mittlere oder eine eher kleine? Oder vielleicht sogar gar keine?

Jegliche Ziele, die Sie sich quantitativ und qualitativ setzen haben unmittelbare Auswirkung auf Ihre Handlungen. Um bei dem Gespräch mit dem Personaler zu bleiben: Jede Zahl, die Sie nennen hat eine Auswirkung auf die Interaktion mit Ihrem Gegenüber. Ist Ihre genannte Zahl eher niedrig, denkt er/sie vielleicht, dass Sie (zu) niedrige Erwartungen an den Job haben oder wenig Selbstvertrauen haben. Nennen Sie hingegen eine sehr hohe Zahl, so kann dies ggf. frühzeitig zu Widerstand bei Ihrem Gesprächspartner führen, was die Verhandlung wesentlich erschweren kann. Und wenn Sie eine Zahl nennen, die im mittleren Bereich liegt, ist das vielleicht für Ihr Gegenüber gut, aber auch für Sie? Wollen Sie wirklich nur mittelmäßig verdienen, wenn Sie einen neuen Job übernehmen? Oder wollen Sie vielmehr auch Ihr Gehalt verbessern, wenn Sie eine neue Herausforderung annehmen?
Ja, diese Frage war eher rhetorisch gemeint…

Zuletzt, sollten Sie gar keine Zahl nennen, kann dies vordergründig gut für Sie sein (da Sie die Verantwortung an Ihr Gegenüber weitergeben). Jedoch ist dies für Sie auch durchaus riskant. Wenn Sie nicht wissen, wieviel Sie verdienen, wie können Sie jemals zufrieden sein, sobald Ihr erster Gehaltsscheck eintrifft, nachdem Sie den neuen Job begonnen haben?

Es geht für Sie darum, sich Ziele zu setzen, die attraktiv für Sie sind. Hieraus resultieren zwei Konsequenzen für Sie: a) Diese Ziele verleihen Ihnen Energie und vermitteln Ihnen, warum es jeden Morgen gut ist, nicht im Bett z bleiben, sondern aufzustehen, um etwas zu bewegen. b) Mit diesen Zielen erhalten Sie nützliche Hinweise darauf, ob Sie wirklich erfolgreich sind. Je SMARTer Ihre Ziele sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, das Vergangene auf Erfolgreiches zu analysieren, wenn Sie Meilensteine erreicht haben oder einige Zeit vergangen ist.

 

Falle #4: Wettbewerb (“Ich in Beziehung zu anderen oder ich in einzigartiger Weise?”)
Dave Ramsey sagte einmal: “Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen mit Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir eigentlich gar nicht mögen.” Wie sehr sind Sie bereits in einem Hamsterrad gefangen und jagen einer Karotte nach, die vor Ihrem Gesicht baumelt? Wie oft passiert es, dass andere sie mit Vorteilen locken, um Extraaufwand von Ihnen zu erhalten? Gefällt Ihnen diese Situation? Wie gut tut Ihnen dies, mental und gesundheitlich? Das Bild des Hamsterrads und Wettbewerbs ist ein grundsätzlicher Bestandteil unseres sozialökonomischen Systems. Es gibt hierbei durchaus einige Vorteile (Innovation und Wachstum für viele Menschen), jedoch auch viele Nachteile, die viele Beteiligte in Krankheitsmuster wie Burnout oder Depression treiben und ihnen etwas vorenthalten, dass für jeden Menschen wichtig ist: Sinnerfüllung.

Viele Menschen haben dies bereits erkannt und festgestellt, es gibt auch alternative Wege zum Hamsterrad. Sie führen ein glückliches Leben, indem sie Ihre Einzigartigkeit zelebrieren.

Ich lade Sie ein, mehr darüber zu erfahren, wie Sie MEHR bekommen können, schon in meinem nächsten Blog.

Bleiben Sie dran!