3 x 3 Methoden um schwierige Menschen für sich zu gewinnen

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Mitunter treffen Sie vielleicht auf Mitmenschen, bei denen es Ihnen sehr schwer fällt mit diesen auszukommen und wo Sie bei sich denken:“ Oh Gott, ein Alptraum! Es ist frustrierend und ärgerlich mit dieser Person (oder Gruppe) zusammen zu arbeiten. Was könnte ich bloß tun, um es mir leichter zu machen und mit dieser Person besser klar zu kommen?“.

Sollte dies der Fall sein, lade ich Sie ein, weiterzulesen, um sich von drei verschiedenen Ansätzen inspirieren zu lassen. All diesen drei Modellen ist gemein, Widerstände aktiv aufzunehmen und in einer konstruktiven Weise zu verarbeiten.

Verändern Sie Ihre Perspektive
Nutzen Sie die simple Drei-Positionen-Technik um mehr herauszufinden über drei verschiedene Perspektiven. Stellen Sie sich einen interpersonellen Konflikt oder eine Herausforderung mit einer anderen Person vor und dann…

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  1. Gehen Sie zunächst in die ICH-Position und fragen Sie sich: Was brauche ich? Was ist mein Anliegen?
  2. Als nächstes wechseln Sie zur DU-Position in die Rolle Ihres Konfliktpartners bzw. –gegners. Versuchen Sie – auch wenn es zunächst etwas schwer fällt – die Welt durch seine Augen zu betrachten. Fragen Sie sich in dieser DU-Rolle: Was sehe / denke / fühle / brauche ich auf der DU-Position?
  3. Im dritten Schritt gehen sie auf die Position eines neutralen BEOBACHTERs, der sowohl ICH wie auch DU gut im Blick hat. Nehmen Sie bewusst wahr, was von dieser Warte aus auffällt.

Zuletzt gehen Sie wieder zurück auf die ICH-Position und reflektieren Sie, welche Ideen Sie für sich mitnehmen um künftig ähnliche Konflikte konstruktiver zu bewältigen.

Kritischer Erfolgsfaktor: Diese Übung wirkt am besten, wenn Sie die drei Positionen nicht nur gedanklich sondern physisch (mit Moderationskarten als Bodenanker) abschreiten.

Basisstrategien für Widerstandswandlung
Aus Sicht des Veränderungsmanagements können Sie einen dreifaltigen Ansatz wählen, um mit Widerstand angemessen umzugehen.

basisstrategien_widerstandswandlung

Fragen Sie sich: Ist mein Gegenüber…

  • unwissend?
    Dann sollten Sie (mehr) informieren und kommunizieren als Sie es bisher getan haben. Nutzen Sie Roadshows, neue Informationskanäle, Emails, Websites, Flyer. Bieten Sie Wissenstransfers an und ermöglichen Sie es, Ihnen Feedback zu geben.
  • ohne die erforderlichen Fähigkeiten?
    Dann müssen Sie noch mehr qualifizieren. Bieten Sie Trainings an, unterstützen Sie bei Wissenstransfers. Helfen Sie betroffenen Mitarbeitern dabei, angepasste oder neue Rollen schneller und effektiver einnehmen zu können.
  • nicht willens?
    Dies ist am schwersten zu bearbeiten. In diesem Fall gilt es für Sie in einen Dialog einzusteigen, Argumente umzuformulieren, einen Verhandlungsprozess einzuleiten, ggf. Belohnungen und Sanktionen zu nutzen und zu konfrontieren. Vielleicht ist es auch nützlich, Coachings anzubieten, um Konflikte zu adressieren und aufzulösen.

Als erstes gilt es für Sie, sich zu überlegen, in welche Kategorie Ihr Gegenüber fällt. Davon hängt ab, welche Aktivitäten und Vorgehensweise Sie wählen.

Perspektivbezogene Widerstandsbehandlung
Paul Lahninger („Widerstand als Motivation“) hat in seinem exzellenten Buch aufgezeigt, dass Sie drei verschiedene Interventionsarten nutzen können, um effektiver mit schwierigen Mitmenschen umzugehen, je nach Betrachtungsweise.

widerstandsstrategien_lahninger

  • Nutzen Sie Einfühlung wenn das DU im Fokus Ihrer Botschaft stehen soll => Hören Sie aktiv zu, formulieren Sie Gehörtes in wertschätzenden Worten um, bitten Sie für ein besseres Verständnis über Nachfragen um mehr Informationen und beziehen Sie das Umfeld und andere Personen über zirkuläre Fragen gedanklich mit ein.
  • Versachlichen Sie, wenn die Sache oder das WIR im Mittelpunkt stehen soll => Stellen Sie die Situation so dar, wie Sie sie verstanden haben, machen Sie Vorschläge für die unterschiedlichen Bedürfnisse und verhandeln Sie, bitten Sie die Beteiligten um Lösungen zur Situation und moderieren Sie diesen Prozess.
  • Grenzen Sie sich ab, wenn für Sie das ICH besonders wichtig ist => Geben Sie Feedback dazu, wie Sie sich gerade fühlen, stellen Sie Ihr Anliegen durch eine Bitte dar, konfrontieren Sie Ihr gegenüber, indem Sie Ihre Sicht darstellen oder Ihre Entscheidung mitteilen, stellen Sie ggf. Bedingungen oder antworten Sie provokativ.

Ihre Vorgehensstrategie hängt entscheidend davon ab, was für Sie Hauptbestandteil Ihrer Botschaft an den anderen sein soll, eher ein DU, ein WIR oder ein ICH. Von dieser Entscheidung hängt ab, wie Sie weiter vorgehen werden.

Oben lasen Sie über drei verschiedene und doch ähnliche Methoden, um mit schwierigen Mitmenschen angemessen umzugehen, ob es Kunden, Partner, Kollegen oder Mitarbeiter sein mögen.
Ich lade Sie hiermit ein, es einfach mal auszuprobieren und einige dieser Ideen in einer für Sie herausfordernden Situation mit anderen zu nuzten.

Viel Glück und Erfolg!

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